Aktionsstand: „Thermografie ist Lebensberatung“

Von: jwb
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Mit einem Thermografie-Gerät wird die Wärmeabstrahlung beim Menschen sichtbar. Foto: Bindels
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Gerhard Weiß erläuterte Landrat Stephan Pusch (r.) die Thermografie-Aktion. Foto: Bindels
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Waldemar Schmutzki präsentierte ein Thermografie-Portrait. Foto: Bindels

Kreis Heinsberg. Mit einem Aktionsstand im Bürger-Service-Center des Heinsberger Kreishauses hat am Mittwoch die Verbraucherzentrale NRW über die Thermografie-Aktion im Kreis Heinsberg informiert. Mit Diplom-Ingenieur Gerhard Weiß, Energieberater bei der Verbraucherzentrale NRW in Alsdorf, und Waldemar Schmutzki vom Verbraucherschutz-Informationsteam standen kompetente Ansprechpartner zur Verfügung.

Landrat Stephan Pusch ließ sich anhand einer Infrarotkamera die Wärmebildtechnik vorführen. „Thermografie ist Lebensberatung“, formulierte Energieberater Weiß prägnant. Die mit einem Thermografie-Apparat erstellten Wärmebilder zeigten die Temperaturunterschiede von Oberflächen.

So ließen sich mit einem Wärmebild auch die Schwachstellen an Gebäuden veranschaulichen, an denen durch unzureichende Dämmung Energie verloren gehe. Auf der Grundlage der thermografisch erstellten Wärmebilder und den Eindrücken des Gebäudes vor Ort würden dann die Daten für eine Energieberatung vorliegen.

Anhand eines Wärmebild-Portraits vom Landrat demonstrierte Schmutzki die verschiedenen wärmeabstrahlenden Flächen eines Körpers. Je größer die Wärmeabstrahlung, umso rötlicher die Flächen. Auf ein Gebäude übertragen: je mehr rötliche Bereiche, umso größer der Wärmeverlust.

Um möglichst objektive Daten aus den Wärmebildern ableiten zu können, seien einige Rahmenbedingungen zu beachten. So solle eine Differenz von mindestens 15 Grad zwischen dem zu messenden Objekt und der Umgebungstemperatur bestehen. Wärmebildaufnahmen seien somit vom Wetter abhängig.

Diese Bedingungen fänden sich am ehesten für Außenaufnahmen im Winter vor. Vorbedingung für eine aussagekräftige Bewertung sei aber auch, dass das Gebäude in allen Räumen gleichmäßig beheizt sei. Nur so könne ein Wärmeverlust für das gesamte Gebäude bildmäßig zutreffend erfasst werden. Die Ortsbesichtigung der Immobilie mit Begutachtung der Heizungsinfrastruktur, der Türen und Fenster ergebe aber erst die Möglichkeit einer seriösen Energieberatung.

Kurzfristige Abhilfe gegen Wärmeverlust könnte mit der Abdichtung ungedämmter Rolladen­kästen herbeigeführt werden. Die Thermografiebilder bildeten auf jeden Fall eine solide Grundlage für indi­viduelle Modernisierungstipps durch den Energieberater.

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