Ältestes Archivale im Kreishaus von 1365

Von: defi
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Kreis Heinsberg. Nicht ganz ohne Stolz zeigte die Archivarin des Kreisarchivs, Anja Mülders, den Mitgliedern des Kreis-Bauausschusses ihr Reich im Keller des Heinsberger Kreishauses an der Valkenburger Straße.

Anja Mülders: „Es gibt kaum eine Festschrift im Kreisgebiet, die ohne Beteiligung des Kreisarchivs erstellt wurde.” Heimatforscher, Autoren von Regionalliteratur oder Bürger, die beispielsweise anlässlich eines Jubiläums nach längst vergessenen Daten und Fakten suchen, werden im Kreisarchiv fündig, manche von ihnen werden sogar über einen längeren Zeitraum „heimisch”. Im kommenden Jahr sollen die Archivräume mit einem finanziellen Aufwand von 82 000 Euro aus dem Dornröschenschlaf geholt werden. Neben drei Besucherarbeitsplätzen werden auch fünf Mitarbeiterplätze neu gestaltet.

Neue Beleuchtung

Das Kreisarchiv wird eine neue Beleuchtung und einen neuen Bodenbelag sowie ein effizienteres Regalsystem erhalten. Zudem wird ein Automatikfenster eingebaut, das es auch einer behinderten Mitarbeiterin erlauben wird, selbstständig eines der hoch gelegenen Fenster zu öffnen.

Der Kreisausschuss hatte sich aufgrund eines Antrages der Fraktion von Bündnis 90 / Die Grünen mit der räumlichen Unterbringung des Archivs auseinandergesetzt. Auf Anregung des Bauausschussvorsitzenden Gerhard Krekels war für die jüngste Sitzung des Bauausschusses ein Ortstermin vereinbart worden.

Beeindruckendes Zeitungsarchiv

Beeindruckend war für die Teilnehmer der Besichtigung das große Zeitungsarchiv, das einen ganzen Trakt in den Archivräumen einnimmt. Das Zeitungsarchiv reicht zurück bis auf das Jahr 1854. Das Kreisarchiv übernahm den Altbestand des Erkelenzer Kreisblattes und sammelte nach dem Zweiten Weltkrieg selber. Bis zu sieben Tageszeitungen wurden werktäglich archiviert. Inzwischen sind es etwas weniger geworden.

Eine Stichwortsuche ermöglicht es, die gewünschten Daten schnell zu finden. Das älteste Archivale ist ein Pergament vom 12. Januar 1365, eine Grundstücksurkunde betreffend St. Gangolf in Heinsberg.

Im Rahmen der Bauausschusssitzung teilte der zuständige Dezernent, Kreisverwaltungsdirektor Helmut Preuß, mit, dass sämtliche Baumaßnahmen, die mit Mitteln des Konjunkturpaketes II finanziert wurden, frist- und vorgabengerecht abgeschlossen worden seien. Die Bezirksregierung habe, so Preuß, mit einem aktuellen Bescheid zusätzliche Mittel in Höhe von 175 000 Euro bewilligt, die zur Finanzierung der energetischen Sanierung des Flachdaches auf dem Gebäude des Berufskollegs Erkelenz an der Westpromenade eingesetzt würden. Preuß: „Somit kann diese bauliche Maßnahme komplett über das Konjunkturpaket II finanziert werden.”

Mehrbedarf rechtzeitig gemeldet

Diese zusätzlich bewilligten Mittel seien - so erfuhren die Ausschussmitglieder - nicht in Anspruch genommene Gelder anderer Kommunen, die auf Kommunen aufgeteilt worden seien, die rechtzeitig einen Mehrbedarf gemeldet hätten.
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