Achte Klasse der Waldorfschule präsentiert „Anatevka“

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Kreis Heinsberg. Die Klasse 8 der Freien Waldorfschule präsentiert am Freitag, 27. Juni, und am Samstag, 28. Juni, im Jugendheim St. Rochus in Wegberger Stadtteil Dalheim-Rödgen an der Rödgener Straße 42 das Theaterspiel „Anatevka“ (Fiedler on the Roof). Beginn der Aufführungen ist jeweils um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Die Geschichte spielt um 1905 im gleichnamigen russischen Dörfchen Anatevka. Dort leben Russen und Juden. Die jüdische Gesellschaft legt sehr viel Wert auf ihre Traditionen. So möchte auch Tevje, der Milchmann, die drei ältesten seiner fünf Töchter nach seiner Vorstellung verheiraten.

Doch seine Töchter haben ihrerseits bereits andere Heiratspläne und stellen das Leben ihres Vaters gewaltig auf den Kopf. Dieser hadert mit den Heiratswünschen seiner Töchter und wägt das Für und Wider ab. Er erlebt das Infragestellen seiner Tradition. Zum Schluss der Geschichte werden die Juden aus Anatevka vertrieben und Tevjes Familie auseinandergerissen.

Für die pubertierenden Schüler der achten Klasse stellt diese Aufführung nach Darstellung der Waldorfschule eine große Herausforderung dar. Biografisch würden sie sich ja gerade selbst in einem Umbruch und auf der Suche nach sich selbst befinden. In diesem Lebensabschnitt müssten sie sehr viel Energie aufbringen, um sich in die verschiedenen Charaktere der einzelnen Rollen hineinzuversetzen und die Tragik oder Komik einer Szene zu durchleben. Durch das Training der persönlichen Ausdruckskraft von Stimme, Gestik, Mimik und Körpersprache, die einer Rolle zum Leben verhelfen, soll das Selbstbewusstsein nachhaltig gestärkt werden.

Die Proben für solch ein Stück erstrecken sich über vier bis fünf Wochen und erfordern viel Disziplin und Durchhaltevermögen der Schüler.

Abgerundet wird die Theaterarbeit mit dem Anfertigen von Kulissen und Kostümen, der Einstellung der Beleuchtung sowie der Maske. Alle Aufgaben müssen genau geplant und können nur in Teamarbeit bewältigt werden, damit zum geplanten Auftritt alles fertig ist. Zum Schluss stellt noch die Überwindung des Lampenfiebers eine große Mutprobe dar.

Vor dem Publikum zu bestehen, es vielleicht sogar zu verzaubern, sei dann eine beglückende Erfahrung, erklärte die Waldorfschule. Die Erkenntnis, dass die Klasse diesen Erfolg aber nur als harmonisch zusammenspielende Gemeinschaft erreiche, beeinflusse positiv ihre Teamfähigkeit.

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