Acht Stationen beim Tag des offenen Denkmals

Von: red
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Einen Besuch wert: Die Haarener Windmühle ist eine der Anlaufstationen im Kreis Heinsberg am 10. September beim bundesweiten Tag des offenen Denkmals. Foto: Daniel Gerhards

Kreis Heinsberg. Am 10. September öffnen in ganz Deutschland rund 7500 historische Baudenkmale, Parks oder archäologische Stätten ihre Türen. Das teilte die Deutsche Stiftung Denkmalschutz in Bonn als bundesweite Koordinatorin der Aktion mit.

Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days unter der Schirmherrschaft des Europarates. Alle 50 Länder der europäischen Kulturkonvention beteiligen sich im September und Oktober an dem Ereignis. Seit 1993 koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den Tag des offenen Denkmals in Deutschland.

Der große Erfolg vom Tag des offenen Denkmals wird nach Einschätzung der Initiatoren getragen vom partnerschaftlichen Miteinander der lokalen und regionalen Veranstalter wie Vereinen und Ehrenamtlichen, Kirchengemeinden, Denkmalbesitzern, Denkmalnutzern und Denkmalbehörden.

Im Kreis Heinsberg sollen – wie dem Programm auf der Internetseite dieser Initiative unter www.tag-des-offenen-denkmals.de zu entnehmen ist – am Sonntag, 10. September, insgesamt acht Stationen zu ent­decken sein.

Besucherbergwerk des Fördervereins Schacht 3 in Hückelhoven: Mit Schacht 3 ist ein Stück vom Steinkohlenbergwerk Sophia-Jacoba erhalten – samt Maschinenhaus und Schachthalle. Der Barbarastollen hat 70 Meter Strecke und 23 Meter Streb. Am 10. September geöffnet von 10 bis 17 Uhr mit Führungen nach Bedarf.

Alte Volksschule / Kulturhaus in Selfkant-Höngen: Das Schulgebäude wurde 1911 erbaut; historische Toilettenanlage, Wohnhaus für zwei Lehrpersonen mit zeitgenössischer Ausstattung im Stil der Jahrhundertwende. 2011 erfolgten Grundsanierung und Umnutzung zum Kulturhaus und Jugendzentrum. Am 10. September geöffnet von 11 bis 17 Uhr mit Führung um 14 Uhr sowie Ausstellung: Maler und Künstler.

Windmühle in Waldfeucht-Haaren: Der Backstein-Kellerholländer wurde 1842 als Getreide- und Ölmühle erbaut. 1940 bis auf die Turmhülle abgebrannt, jedoch mit Teilen einer Mühle aus dem holländischen Alkmaar von 1730 bestückt. Am 10. September von 10 bis 18 Uhr geöffnet mit Führungen nach Bedarf durch den Verein Historische Mühlen im Selfkant sowie Mahl- und Backtag.

Schrofmühle in Wegberg-Rickelrath: Unterschlächtige Wassermühle in geschlossener fränkischer Hofanlage des 19. Jahrhunderts, vorgelagerter Stauweiher. 1558 urkundlich erwähnt, vorhandenes Mahlwerk von 1771. Getreidemühle mit Sackaufzug und zwei Mahlgängen, Ölmühle mit Kollergang, Rührwerk und Ölpresse. Beide Mühlen sind funktionstüchtig. Mühlenmuseum mit Dauerausstellung: Wegberg im Tal der Mühlen. Förderprojekt der ­Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Am 10. September von 10.30 bis 17 Uhr geöffnet mit Führungen nach Bedarf durch Vereinsmitglieder.

Tüschenbroicher Mühle in Wegberg-Tüschenbroich: Seit 1624 als Mühle des Schlosses Tüschen­broich bezeugt. Sie hat ein oberschlächtiges Mühlrad mit 2,70 Metern Wasserfall. Die 1862 von Wilhelm Gellißen eröffnete Schankwirtschaft ist heute noch in Betrieb. Die Mühle wird zurzeit ­renoviert. Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Am 10. September geöffnet von 11 bis 18 Uhr.

Ölmühle Tüschenbroich in Wegberg-Tüschenbroich: 1698 als unterschlächtige Wassermühle mit zwei Mahlgängen errichtet, riedgedeckter Fachwerkbau mit Querbau und Scheune, Mahlgang erhalten. Heute ist sie das Atelier der Künstler Martina Zilles und Detlef Tanz. Am 10. September geöffnet von 11 bis 18 Uhr.

Alte katholische Pfarrkirche in Übach-Palenberg-Frelenberg: Weiß geschlämmter einschiffiger Bau in Bruchstein und Backstein, mit Westturm und Choranbau. Der mittlere Teil des Langhauses ist spätgotisch, Westteil und Turm aus dem 18. Jahrhundert. Die Ostpartie stammt aus dem 19. Jahrhundert, der Friedhof mit Steinen wurde circa ab dem 17. Jahrhundert genutzt. Am 10. September geöffnet von 14 bis 17 Uhr mit Führungen nach Bedarf.

Wassermühle in Übach-Palenberg-Zweibrüggen: Zweigeschossiges Mühlengebäude in Backstein mit Walmdach aus dem 18./19. Jahrhundert, zum Teil in Fachwerk, jetzt in Backstein erneuert. Das äußere Mühlenrad ist noch vorhanden. Am 10. September geöffnet von 15 bis 16 Uhr mit Führungen nach Bedarf.

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