Erkelenz - Abriss und Neubau der Sparkasse: Anwohner nicht ohne Sorgen

Abriss und Neubau der Sparkasse: Anwohner nicht ohne Sorgen

Von: disch
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Architekt Wolfgang Emondts aus Hückelhoven wartete mit einigen Zahlen zum Neubauvorhaben der Kreissparkasse auf: Insgesamt werden rund 8000 Quadratmeter Nutzfläche geschaffen und Platz für über 200 Mitarbeiter. 46.000 Kubikmeter umbauten Raums entstehen in dem viergeschossigen Gebäude, das - zurückliegend - über ein fünftes, sogenanntes Staffelgeschoss verfügt. An der Ecke von Kölner Straße und Tenholter Straße bleibt vom Dr.-Eberle-Platz ein etwa 250 Quadratmeter großer Platz übrig, der in etwa sieben Meter Höhe überdacht wird. In der Tiefgarage entstehen nach Emondts Angaben 76 Stellplätze. Hinzu kommen 14 oberirdische Parkplätze auf dem Sparkassengelände.

Erkelenz. Die Kreissparkasse Heinsberg sucht mit Blick auf den anstehenden Abriss und Neubau ihres Hauptstellengebäudes am Dr.-Eberle-Platz in Erkelenz den Dialog mit der Nachbarschaft. So waren die Anwohner jetzt zu einem Informationsabend in die neue, als Übergangslösung dienende Kundenhalle an der Hermann-Josef-Gormanns-Straße eingeladen. Dabei wurden die Planungen vorgestellt.

Und Anwohner artikulierten ihre Sorgen im Hinblick auf Lärm und Staub, vor allem aber auch wegen der Verkehrssituation und eventuellen Erschütterungen und befürchteten Schäden an ihren eigenen Häusern.

Der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse, Thomas Pennartz, räumte ein, dass ein solches Bauvorhaben in so zentraler Lage trotz aller Bemühungen nicht ohne gewisse Beeinträchtigungen zu realisieren sein werde; da gebe er sich keinen Illusionen hin. Die geäußerten Befürchtungen seien angekommen, die Anregungen seien aufgenommen worden und würden in den weiteren Gesprächen und Planungen, so weit möglich, berücksichtigt. Zudem werde es für die Nachbarn konkrete Ansprechpartner geben.

Wie bereits angekündigt, soll mit der von außen erkennbaren Entkernung und Asbestsanierung des alten Sparkassengebäudes voraussichtlich im Februar begonnen werden. Zuvor werde aber eine Einhausung um den Turm - mit Gerüst und staubdichter Plane - geschaffen, wie Diplom-Ingenieur Jörg Kimich (Kühn Geoconsulting Bonn) erläuterte.

Der sogenannte Großabbruch werde schließlich mit modernsten Abbruchgeräten und unter Bewässerung erfolgen, so Kimich. Abgerissen wird nicht nur das Hauptstellengebäude selbst, ein Stahlskelettbau mit Betonkern, sondern auch die Häuser an der Kölner Straße 19a und 19b.

Mit den Rohbauarbeiten für die neue Hauptstelle soll im September 2011 begonnen werden. Die Baugrubensicherung lässt bei den Anwohnern Bedenken aufkommen. Sie befürchten, es könnte beim Einsetzen der Sicherungswände aufgrund von Rammarbeiten zu Erschütterungen kommen, die wiederum Risse an ihren Häusern auftreten lassen könnten.

Der Ingenieur teilte diese Bedenken nicht, werde doch ein anderes Verfahren angewandt. Auf jeden Fall solle aber vor Beginn der Arbeiten im Umfeld der Sparkasse an Gebäuden, die Schäden erleiden könnten, eine sogenannte Beweissicherung vorgenommen werden. Dabei werden bereits bestehende Schäden erfasst. So können später gegebenenfalls doch aufgetretene neue Schäden erkannt und belegt werden.

Ein gravierendes Thema ist für die Anwohner die Verkehrsführung während der Abriss- und Neubauarbeiten. Allerdings gab es dazu noch keine konkreten Informationen - von der geplanten Einschränkung des Fußweges unmittelbar an der Baustelle einmal abgesehen. Abstimmungsgespräche mit der Stadt stehen noch aus.

Angeregt wurde von Anwohnerseite, über eine Einbahnstraßenlösung für die ohnehin sehr belastete Tenholter Straße nachzudenken. Nachdem die Baustelle an der Atelierstraße mit all ihren Auswirkungen überstanden sei, folge nun der Baustellenverkehr für das Sparkassenvorhaben.

Auf die Frage nach den geplanten Arbeitszeiten auf der Baustelle wurde auf den gesetzlichen Rahmen verwiesen: von 7 bis 20 Uhr, von montags bis samstags, wobei unklar blieb, an wie vielen Samstagen dies letztlich erforderlich sein werde.

KSK-Chef Thomas Pennartz stellte noch einmal die Zielmarke heraus: „Im Sommer 2013 wollen wir einziehen.”
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