Erdmännchen Freisteller

90 Minuten lang Traumtheater

Von: hewi
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, Wunderschöne, ins Dunkel und Nebel gehüllte Bilder, entführten die Besucher im Cusanus-Gymnasium beim „Traumland” ins Land der Foto: Koenigs

Erkelenz. Zwei Jahre hatten die Vorbereitungen für das neue Stück des Traumtheaters gedauert, bevor in der Aula des Cusanus-Gymnasiums Premiere gefeiert werden konnte. Eine Neuerung war diesmal die runde Bühne, die mitten in der Aula stand und durch einen Laufsteg erreicht werden konnte. Die Zuschauer saßen rund um die Bühne und konnten so das lebhafte Treiben gut verfolgen.

Neben Schülern aller Jahrgangsstufen waren auch wieder einige ehemalige Cusaner dabei, die es immer noch zurückzieht, wenn Traumtheater angesagt ist. Dabei war erst in den Herbstferien mit den gemeinsamen Proben begonnen worden, wie der Leiter Ludger Bücken betonte.

Der etwas sperrige Titel „Und so lief ich durch das Zimmer meiner Kindheit und träumte davon, eine Bestimmung zu haben” versprach wieder eine kreative Kollage von Szenen und Darbietungen, die in der Gesamtheit einen Sinn ergeben und den Betrachter auf eine Traumreise einladen. Die Reise dauerte rund 90 Minuten. Eine Pause gab es nicht, denn beim Träumen wacht man ja auch nicht auf und träumt dann denselben Traum weiter, betonte Bücken.

Der Pädagoge hatte die Szenen mit den Schülern der Oberstufe erarbeitet. Das Stück verstand sich als Einladung zum Träumen, wie Bücken erklärte. Daher bestand es aus vertrauten Bildern und Szenen, die jeder zu kennen glaubt. Die Szenen trugen Titel wie „Die beruhigende Melodie der Spieluhr” oder „Unendliches Kuscheln und Wohlfühlen”. Das Baby lernte im Laufe des Stückes zu gehen und verließ die Bühne seiner Kindheit am Ende, um die Welt zu entdecken. Die Akteure zauberten eine bunte Mischung aus surrealen Szenen und Nummern auf die Bühne, für die in den einzelnen AGs des Cusanus im Laufe der letzten zwei Jahre geprobt worden war. So waren die Boten, die die Nachricht der Geburt überbrachten, sehr rasant auf ihren Waveboards unterwegs. Das Stück begann mit der Botschaft „Der König ist tot”.

Eine riesige Fruchtblase

Doch auf den Tod folgte die Geburt des Menschen, der in einer riesigen Fruchtblase auf die Bühne kam und von Schritt zu Schritt kleiner wurde, bis er wieder ein Baby war. Für die Rolle des Babys war der Zwölftklässler Fadi Yayha sehr professionell mit einer Latexmaske versehen worden. Rund 100 Schüler aller Jahrgangsstufen waren auf, vor und hinter der Bühne im Einsatz, um den Traum wahr werden zu lassen. Auch die Musik war eine Kollage aus bekannten Versatzstücken und thematisch passenden Geräuschen. Die Arbeit der letzten beiden Jahre, bei der von den Schülern immer wieder Ideen entwickelt und auch wieder verworfen wurden, war beeindruckend und wurde vom Publikum mit viel Applaus quittiert. Das Traumtheater existiert seit 16 Jahren. In dieser Zeit wurden acht Inszenierungen präsentiert. Nach 90 Minuten wurden die Zuschauer wieder ins Leben und in die Wirklichkeit entlassen.
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