9 x 11 Jahre HKV: „Humor mit Tradition”

Von: defi
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Hohe Auszeichnung: Helmi Flora
Hohe Auszeichnung: Helmi Florack (l.), SenatspPräsident Richard Deussen (r.) und alle Mitglieder des HKV ehrten ihren Präsidenten, Helmut Münster, mit dem höchsten HKV-Orden, dem FJF-Orden. Foto: defi

Heinsberg. „Humor mit Tradition” hatte sich der Heinsberger Karnevalsverein für seine Feier zum Jubiläum „9 x 11 Jahre HKV” auf die Fahne geschrieben. Und sowohl der Humor als auch die Tradition kamen am Samstagabend in der ausverkauften Heinsberger Stadthalle nicht zu kurz.

Was dem Publikum bei der großen Jubiläumsgala geboten wurde, war etwas, „das es bis jetzt noch nicht gegeben hat in Heinsberg”, so HKV-Sitzungspräsident Kalle Mohnen. Schon einer der an diesem Abend auftretenden Künstler alleine wäre ein Garant für einen tollen Abend gewesen, doch der HKV hatte gleich mehrere „Hochkaräter” verpflichtet. Die Künstlerliste wies Namen auf wie Blechharmoniker, Bernd Stelter, Jürgen B. Hausmann und De Räuber.

Sehr bewegtes Vereinsleben

Präsident Helmut Münster ließ 99 Jahre HKV Revue passieren. Er blickte zurück auf ein sehr bewegtes Vereinsleben mit vielen Höhepunkten und weniger schönen Zeiten. So forderten die Kriege Tribut. „Kaum im Jahre 1913 gegründet und mit dem ersten Prinzen Heinrich Wahlen im Jahre 1914, mussten bereits alle Aktivitäten des Vereins für sage und schreibe 23 Jahre eingestellt werden.”

Münster verwies in seiner Rede auf die Wurzeln des Heinsberger Karnevals. Die erste KG von 1873 mit Namen Klöppel und ihrem Präsidenten, dem Oberklöppel, ging bald baden und wurde vom Gregoriusverein abgelöst, der als Gesangsverein den Karneval nur nebenbei im Programm führte.

Anzeigen in der Volkszeitung

Münster verwies auf viele Anzeigen in der Heinsberger Volkszeitung etwa mit der Überschrift: „Heinsberger Gregoriusverein: große Karnevalistische Abendveranstaltung, Entree an der Kasse 65 Pfennige.” Es folgten die KG Onger eene Hoot und der Heinsberger Gesellenverein, bis schließlich der Bürgerverein auftrat, aus dem der Heinsberger Karnevalsverein hervorging.

Ein exakter Geburtstag des HKV sei nicht mehr feststellbar, hatte Münster bei seinen umfangreichen Nachforschungen für die lesenswerte Jubiläumschronik recherchiert. „Es gilt aber als gesichert, dass der HKV im Jahre 1913 gegründet wurde.” Langjähriger Präsident sei Rudolf Berens gewesen, dem der Ehrentitel „Geistiger Vater des HKV” gebühre. Studienrat Hubert Wimmers, genannt Stibbi, bis 1959 HKV-Präsident, habe viel für den Verein geleistet. Nach der Ära Wimmers begann eine neue, untrennbar verbunden mit dem Namen Franz-Josef Florack. Münster: „Ein richtiger Ruck ging durch die Reihen des Vereins.” Für viele Mitglieder sei Franz-Josef Florack ein Vorbild an Tatkraft und Entscheidungsfreude gewesen. Mit Günter Lentzen und Kalle Mohnen folgten zwei weitere Präsidenten, bevor Helmut Münster das Amt antrat.

Höchster Orden des HKV

Zu Ehren des amtierenden Präsidenten und wohl auch zu seiner Überraschung erhoben sich nach dessen Rede auf Bitte des Senatspräsidenten Richard Deussen alle Anwesenden von ihren Plätzen. Deussen: „Als Senatspräsident ist es mir eine große Ehre, heute einen Senator und persönlichen Freund mit dem höchsten Orden des Heinsberger Karnevalsvereins, dem nach unserem verstorbenen Ehrenpräsidenten Franz-Josef Florack benannten FJF-Orden auszeichnen.” Deussen würdigte die Verdienste von Helmut Münster. Er ist seit 44 Jahren Mitglied des HKV, Gründungsmitglied des HKV-Senats und war Stadtprinz der Session 1995/96. Zudem ist er Herausgeber und Redakteur der Heinsberger Narrenzeitung und hat in mühevoller Kleinarbeit die Chronik „99 Jahre HKV” erarbeitet. Nach Helmi Florack, Günter Lentzen, Kalle Mohnen und Juppi Kleinen ist Helmut Münster der fünfte Träger des FJF-Ordens.

Bürgermeister Wolfgang Dieder, Schirmherr der Jubiläumsgala, dankte dem HKV dafür, dass der Verein nun nahezu 100 Jahre lang den Menschen mit Humor das Leben etwas einfacher gemacht habe. Nicht nur selbst Freude zu haben, sondern auch immer wieder anderen Freude zu bereiten, sei das Ziel gewesen, so die anerkennenden Worte Dieders.
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