Kreis Heinsberg - 72 Prozent der Stollen werden prämiert

72 Prozent der Stollen werden prämiert

Von: disch
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Nahm die Stollen aus dem Kreis Heinsberg unter die Lupe: Qualitätsprüfer Karl-Ernst Schmalz. Foto: defi

Kreis Heinsberg. „Jetzt haben wir es geschafft“, atmete Obermeister Edwin Mönius am Dienstagnachmittag tief durch nach der zweitägigen öffentlichen Stollenprüfung der Bäcker-Innung Heinsberg. Mit insgesamt 39 Stollen hatten sich 19 Mitgliedsbetriebe der Innung an dieser Aktion in der Kreisstadt beteiligt. 72 Prozent der Stollen wurden prämiert, sprich mit „sehr gut“ oder „gut“ bewertet.

Zwölf Stollen wurden mit der Bestnote bedacht, 16 mit der zweitbesten Bewertung. Acht Stollen wurden als „zufriedenstellend“ bezeichnet, drei waren nach Ansicht von Bäckermeister Karl-Ernst Schmalz vom Institut für die Qualitätsprüfung von Backwaren aus Weinheim „verbesserungsbedürftig“.

Unter dem Strich war es für Innungschef Mönius ein „respektables Ergebnis“: „Luft nach oben ist immer. Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden.“ Was ihn besonders stolz machte und erfreute, war die hohe Beteiligung. Vor zwei Jahren (Prämierungsquote: 71,5 Prozent) seien 18 Betriebe dabei gewesen; damals habe es aber noch 50 Mitgliedsbetriebe gegeben. Diesmal machten 19 von 39 Betrieben mit. „Eine tolle Beteiligung“, fand auch Qualitätsprüfer Schmalz; sie liege weit über dem Bundesdurchschnitt. Das Gesamtresultat bezeichnete Schmalz, der Form und Aussehen, Oberflächen- und Krusteneigenschaften, Lockerung und Krumenbild, Struktur und Elastizität sowie Geruch und Geschmack der Stollen geprüft hatte, als „guten Durchschnitt“ im Vergleich mit anderen Regionen.

„Einige haben etwas kräftig gebacken“, hatte Obermeister Mönius festgestellt. Und zur Vorsicht gemahnt. So lautete denn auch ­einer der Ratschläge von Prüfer Schmalz an die Kollegen, bei der Frage der Backzeit stärker auch auf die Kerntemperatur zu achten, bei Füllungen beispielsweise lieber Marzipan-Rohmasse statt angemachtem Marzipan zu verwenden und beim Verhältnis zwischen Teig und Füllung eine ähnliche Konsistenz anzustreben. Wichtig sei, dass auch die Betriebe, die nicht so erfolgreich abgeschnitten hätten, jetzt noch reagieren könnten. Die Hinweise aus dem Gutachten sollten mit den Mitarbeitern besprochen werden. So könne das eine oder andere verbessert werden, damit den Kunden hervorragende, optimale Stollen angeboten werden könnten. Wobei er einräumte, dass der eine oder andere Stollen, auch wenn er ein bestimmtes Prüfkriterium vielleicht nicht erfüllt und deshalb einen Punktabzug erhalten habe, bei der Kundschaft trotzdem durchaus beliebt sein könne. Und letztlich gelte natürlich: „Der Kunde ist König!“

Für die gastgebende Kreissparkasse freute sich Filialdirektorin Renate Beumers-Rulands darüber, dass die Innung mit der Stollenprüfung, die auch bei den Kunden Anklang gefunden habe, wieder einmal bei der Sparkasse in Heinsberg zu Gast gewesen sei. Sie habe „großen Respekt“ vor dem Stollenbacken, sagte sie und räumte ein, sich noch nie daran versucht zu haben. Aber dafür gebe es ja gute Bäcker, bei denen gute Stollen gekauft werden könnten.

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