59 verlieren in Wegberg ihren Arbeitsplatz

Von: kl
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Wegberg. Das Wegberger Autohaus Müller-Platz steht vor dem Aus. 59 Mitarbeiter haben nach der Kündigung ihren Arbeitsplatz verloren.

Telefonanrufe beim bekannten Wegberger Autohändler enden in diesen Tagen auf dem Anrufbeantworter mit einer unerfreulichen Mitteilung. Sie bestätigt, was auch auf Schildern an den Türen der Verkaufsstellen zu lesen ist: Der Geschäftsbetrieb des VW- und Audi-Händlers sei vorübergehend eingestellt.

Weitere Auskünfte erteile die Rechtsanwältin Nada Nasser. Die Juristin aus Mönchengladbach wurde im Januar als vorläufige Insolvenzverwalterin bestellt, nachdem das Autohaus einen Insolvenzantrag gestellt hatte.

Jetzt steht das Autohaus vor dem Ende. Der Insolvenzverwalterin ist es in den vergangenen drei Monaten nicht gelungen, Investoren für das finanziell angeschlagene Autohaus zu finden. Die Mitarbeiter erhielten die Kündigung.

„Wir werden alles tun, um weitermachen zu können”, hatte die Geschäftsführerin Marion Müller-Platz im Januar versichert. Die Mitarbeiter hatten in einer Betriebsversammlung von der Zahlungsunfähigkeit ihres Arbeitgebers erfahren. Ihre Bezüge wurden in den letzten drei Monaten von der Agentur für Arbeit sichergestellt.

Gemeinsam mit Nada Nasser hat Marion Müller-Platz sich bemüht, eine so genannte „übertragene Sanierung” des angeschlagenen Unternehmens zu erreichen. Doch sind diese Bemühungen gescheitert, wie es nach einem Gespräch mit der Mönchengladbacher Kanzlei hieß. Ursache für die finanzielle Schieflage des Hauses waren nach Angaben der Geschäftsführerin „hohe Investitionen und eine Zinslast, die in der Form nicht mehr zu stemmen war.” Die allgemeine schlechte wirtschaftliche Entwicklung in der letzten Zeit tat ihr Übriges dazu.

Das Wegberger Autohaus bestand seit 1976. Es wurde von Peter Müller-Platz gegründet. 1992 übernahm seine Tochter Marion Müller-Platz die Leitung. Anfang 2005 wurden in Rath-Anhoven zusätzliche Verkaufsräume eröffnet, in denen Audi-Modelle angeboten werden, während am Stammsitz in Wegberg die Neuwagen von VW im Mittelpunkt standen. Nach dem Insolvenzantrag im Januar wurde in diesem Monat das Insolvenzverfahren eröffnet.

Am 15. Mai gibt es einen weiteren Einschnitt. Dann soll es einen „Freiverkauf der freiwerdenden Maschinen” des Autohauses geben. Zum Verkauf stünden ab sofort, so der beauftragte Verkäufer, unter anderem eine Audi- und VW-Werkstatt und ein großes Ersatzteillager sowie 79 Gebrauchtfahrzeuge.
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