50. Geburtstag: Katholischer Kindergartens in Lövenich feiert

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Mit einer Geburtstagsparty wurde das 50-jährige Bestehen des katholischen Kindergartens in Lövenich gefeiert. An Bildwänden stauten sich die Ehemaligen, weil hier viele Erinnerungen geweckt wurden. Foto: Dahmen

Erkelenz-Lövenich. Zu einem kleinen Volksfest wurde das Jubiläumsfest des katholischen Kindergartens in Lövenich. Dafür hatten Personal, Eltern und Kinder seit Wochen ein umfangreiches Programm vorbereitet.

Vor 50 Jahren, genauer gesagt, am 16. Mai 1960, weihte Pfarrer Josef Retz den von Architekt Joseph Viethen geplanten Kindergarten nach einer Bauzeit von einem Jahr ein. Für die Pfarre und Lövenich war es damals ein besonderer Festtag. Um den nötigen Platz zu schaffen, musste der baufällig gewordene Paulus-Saal abgebrochen werden. Mit der Einweihung begann zugleich ein neuer Abschnitt in der Geschichte des Kindergartens.

Viele Jahre stand der Kindergarten unter der Obhut von Ordensschwestern. Wegen fehlender Kinderschwestern gab der Orden den Kindergarten 1956 auf und legte ihn in die Hände der Pfarre. Mit der Zeit entsprach der Kindergarten nicht mehr den baulichen und pädagogischen Anforderungen, worauf der Kirchenvorstand 1958 den Bau eines neuen und modernen Kindergartens für 60 bis 70 Kinder plante.

Während der Bauzeit stellte die Zivilgemeinde zwei Kellerräume zur Verfügung und unterstützte auch die Baumaßnahme in jeder erdenklichen Weise, die mit 127 000 DM veranschlagt war. Das neue Haus, das mit seiner ansprechend gestalteten Umgebung zu einer Zierde des Ortes wurde, erhielt den Namen „Maria-Montessori-Haus”, und damit den Namen der bekannten, aus Italien stammenden, englischen Ärztin, die die neue Methode der Kindererziehung eingeführt und erprobt hatte. Nach dieser Methode sollen die Kinder spielend das Leben lernen und sich nach Lust und Neigung selbst beschäftigen.

Mit der Leitung des neuen Kindergartens wurde ab dem 1. April 1960 die staatlich geprüfte Kindergärtnerin Anni Virnich beauftragt.

Für die Pfarre und den zwei Gruppenkindergarten war die runde Zahl 50 ein besonderer Anlass, drinnen und draußen eine Geburtstagsparty steigen zu lassen. Sie begann mit einem Familiengottesdienst, der vom Kinder- und Kirchenchor gestaltet wurde.

Anschließend trafen sich Kinder, Eltern und Ehemalige im Kindergarten und Pfarrheim, um Erinnerungen bei Grillspezialitäten, kühlen Getränken, Kaffee und Kuchen auszutauschen. Dabei halfen Fotowände und eine Bilderserie im Fernsehgerät, fast vergessene Begebenheiten neu aufleben zu lassen.

Vor den Bildwänden stauten sich die Besucher. Dabei war immer wieder zu hören „Wer ist das denn?” „Oh, habe ich damals so ausgesehen?” Was haben wir denn da gefeiert?” So mancher Ehemaliger konnte sich bei der Reise in die Vergangenheit ein Schmunzeln nicht verkneifen.

Vielleicht, weil die unzählige Streiche nirgends aufgeführt waren. Die Bilder drückten zudem auch ein aktives, abwechslungsreiches und kurzweiliges Leben mit den Kindern aus. Alles in allem: 50 Jahre Kindergarten und die Dokumentation haben einen besonderen Platz in der Dorfchronik verdient.
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