45-jähriger Beamter wegen sexueller Nötigung verurteilt

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Erkelenz/Mönchengladbach. Zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten sowie einer Geldbuße von 7500 Euro verurteilte das Schöffengericht Mönchengladbach am montag einen 45-jährigen Beamten der Stadverwaltung Erkelenz wegen sexueller Nötigung in zwei Fällen und wegen Nötigung.

Sollte dieses Urteil rechtskräftig werden, verliert der Mann per Gesetz seinen Beamtenstatus. Nach Ansicht der Gerichts hat der Angeklagte im Juni 2009 eine damals 21-jährige Auszubildende zweimal sexuell genötigt. Er habe die Frau unter einem Vorwand bei einem Außentermin zum Sportgelände nach Holzweiler gelockt und sie dort gegen ihren ausdrücklichen Willen geküsst und an der Brust gegrapscht.

Nach seiner ersten Handlung auf dem Sportplatzgelände habe er zunächst abgelassen, dann sich aber vor der Rückfahrt in seinem Wagen ein zweites Mal nötigend genähert, obwohl ihm bewusst sein musste, dass die junge Frau damit nicht einverstanden war.

Sie sei ohne Zweifel glaubwürdig, die Behauptung des Angeklagten, der das Geschehen „diametral entgegenstehend” geschildert habe, sei unzutreffend. Seine Angaben zum Geschehen seien durch Zeugen nicht bestätigt, zum anderen sei ihnen widersprochen worden.

Die Geldbuße muss der Angeklagte zahlen wegen einer Straftat, die er 2001 begangen hat. Zu seinen Gunsten wertete das Gericht, es sei nicht erwiesen, ob es zu einer versuchten sexuellen Nötigung einer Kollegin nach Dienstschluss in deren Büro gekommen sei. Vielmehr könne man annehmen, dass er von dem Versuch zurückgetreten sein und es deshalb nur zu einer Nötigung gekommen sein.

Bei einer Sozialprognose war das Gericht sehr kritisch. Der Mann habe „Probleme mit seiner Persönlichkeit”. Taten wie die jetzt abgeurteilten, könnten wieder passieren. Deshalb wurde die Freiheitsstrafe für fünf Jahre auf Bewährung ausgesetzt.
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