443.000 Euro fließen an die Wohlfahrtsverbände

Von: defi
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Freude beim Termin im Heinsber
Freude beim Termin im Heinsberger Kreishaus: Landrat Stephan Pusch (5. v. r.) übergab als Vorsitzender des Verwaltungsrates der Kreissparkasse Heinsberg eine Spendenzusage in Höhe von 443 000 Euro an den Leiter der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände im Kreis Heinsberg, Wilfried Mercks (7. v. l.). Foto: defi

Kreis Heinsberg. Schon zur guten Tradition geworden sind die alljährlichen Spendenzusagen der Kreissparkasse Heinsberg an die Wohlfahrtsverbände in der Region. Die alljährliche Spende sei mehr als nur der berühmte Tropen auf den heißen Stein, es sei der „federführende Betrag”, so der Leiter der Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände im Kreis Heinsberg, Wilfried Mercks.

Die Kreissparkasse war mit den Vorstandsmitgliedern Thomas Pennartz, Dr. Richard Nouvertné und Hans-Josef Mertens sowie dem Vorsitzenden des Verwaltungsrates, Landrat Stephan Pusch, bei der Spendenübergabe im Heinsberger Kreishaus vertreten. Spendenzusagen über insgesamt 443 000 Euro wurden an Vertreter des Arbeiter-Samariter-Bundes, der Arbeiterwohlfahrt, des Caritasverbandes, des Deutschen Roten Kreuzes, des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und des Diakonischen Werks verteilt.

„Bürger für Bürger”

Thomas Pennartz, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, betonte: „Als kommunales Kreditinstitut arbeiten wir hier in der Region und sind bemüht um das Wohl der Menschen, die hier leben.” Das Engagement „Bürger für Bürger” gewinne immer mehr an Bedeutung, so Pennartz. Das Geld sei sehr gut angelegt bei den hauptamtlichen und den sehr gut ausgebildeten ehrenamtlichen Mitarbeitern der regionalen Wohlfahrtsverbände. Pennartz weiter: „Für uns ist wichtig, was im Kreis Heinsberg geschieht.”

Steigender Druck

Was im Kreis Heinsberg in Sachen Wohlfahrt passiert, erläuterten die Vertreter der bedachten Verbände. Gottfried Küppers, Geschäftsführer des Caritasverbandes für die Region Heinsberg, ging insbesondere auf die Arbeit der Erziehungsberatungsstellen im Kreis ein und verwies auf den steigenden Druck, dem Menschen in der heutigen Gesellschaft ausgesetzt seien. Sei es die Bildungsdebatte, die Kinder dränge, möglichst schnell den Weg zum Abitur zu absolvieren, oder seien es Arbeitgeber, die immer seltener Rücksicht auf das Wohl der Familien nehmen würden. Es mache schon Angst, so Küppers, wie sich die Situation gegenüber der Lage vor zehn Jahren verändert habe. Die Erziehungsberatungsstellen seien mit den Beratungsanfragen der betroffenen Familien überfordert, stellte Küppers fest. 1500 Beratungen leisteten allein die Mitarbeiter der Caritas. Hinzu kämen sicherlich noch einmal so viele der AWO-Mitarbeiter.

Für die Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle erklärte deren Leiter, Wolfgang Meier, das Pfändungsschutzkonto, das Schuldnern einen monatlichen Sockelbetrag von mindestens 985,15 Euro gegenüber Gläubigern sichere. Die Beratungsstelle der Diakonie versuche dabei, vermittelndes Bindeglied zwischen Schuldner und Banken zu sein. KSK-Chef Thomas Pennartz konkretisierte die Zahl der zurzeit bei der Kreissparkasse bestehenden Pfändungsschutzkonten auf 1500. Andreas Wagner, Geschäftsführer des AWO-Kreisverbandes, der die Schuldnerberatung in Kooperation mit der Diakonie betreibt, verwies auf den Druck, den Menschen, die durch das soziale Netz fallen würden, heute ausgesetzt seien: „Die Gelassenheit in der Gesellschaft ist nicht mehr da.”

Ausbildung von Ehrenamtlichen

Marianne Bückers vertrat bei der Spendenübergabe die Kreisgruppe des Paritätischen. Ein Anliegen der Kreisgruppe sei zurzeit die Betreuung von behinderten und betagten Menschen, die sich einem Krankenhausaufenthalt unterziehen müssten. Wilfried Mercks erklärte für den Kreisverband des DRK, dass die Spende der Sparkasse für die Ausbildung Ehrenamtlicher eingesetzt werde.
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