400-jähriges Bestehen im Zeichen der Ökumene

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In Ökumene vor dem Tor von St. Gangolf vereint zeigten sich vor dem Abschlussgottesdienst Propst Günter Meis, Pfarrer Günter Rosenkranz, Oberkirchenrat Klaus Eberl, Presbyterin Anne Trevisan und Pfarrer Sebastian Walde mit Tochter Elisabeth (von links). Foto: Petra Wolters

Heinsberg. „Im Grunde fing Ökumene hier schon vor mehr als 400 Jahren an.” Mit diesen Worten hat der Heinsberger Propst Günter Meis Gläubige beider christlicher Kirchen zu einem Gottesdienst in der katholischen Pfarrkirche St. Gangolf begrüßt.

Anlass war der Abschluss des Festjahres, das die evangelische Kirchengemeinde anlässlich ihres 400-jährigen Bestehens gefeiert hatte.

Meis freute sich, zu dem Gottesdienst Oberkirchenrat Klaus Eberl als Festprediger begrüßen zu können, darüber hinaus die beiden evangelischen Pfarrer in Heinsberg, Günter Rosenkranz und Sebastian Walde, sowie Presbyterin Anne Trevisan.

Vor einem Jahr habe die evangelische Kirche in Heinsberg ihren Festzyklus begonnen, um ihre Wurzeln zu erneuern und hinaus zu blicken in die Zukunft mit den Fragen, was denn nach 400 Jahren komme und wie es für die evangelischen und die katholischen Christen weitergehe in Stadt, Land und Welt, erklärte Eberl. Die Befürchtungen, was zum Beispiel Mitgliederschwund und knappe Finanzen angehe, seien dabei durchaus ökumenisch.

Die Kirche der Zukunft werde kleiner sein, wagte er einen Blick nach vorne. „Die Zeiten großer Zahlen sind vorbei.” Die Kirche der Zukunft werde zudem ärmer sein, was ihr aber mehr spirituelle Tiefe ermögliche. Sie werde freier sein, weniger an Traditionen gebunden, und vielfältiger.

Die Kirche werde weiblicher, indem Frauen sie prägen würden, und sie werde weniger pastoral sein. „Am Ende wird die Kirche ökumenischer sein”, so Eberl. Es werde nicht mehr danach gefragt, ob ein Mensch evangelisch oder katholisch sei, der Freikirche angehöre oder anglikanisch sei. Er werde allenfalls noch gefragt, ob er Christ sei.
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