33 Knöpfe erinnern an die Lebensjahre von Jesus

Von: anna
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Die Kinder der Nikolausschule
Die Kinder der Nikolausschule schauten dem Bischof beim Anlegen seiner Gewänder zu. Foto: anna

Heinsberg-Kempen. Im Rahmen seiner vierwöchigen Visitation in der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Heinsberg-Waldfeucht besucht Weihbischof Karl Borsch auch alle Schulen. Eine davon ist die Nikolausschule in der Pfarrei St. Nikolaus Rurkempen.

Dass die 79 Kinder in dieser kleinsten Schule im Stadtgebiet Heinsberg ihren Namenspatron, der selbst Bischof war, bestens kennen, wurde dem Weihbischof schnell klar. Besonders beeindruckt war er dabei von dem eigenen Lied, das die Schule dem heiligen Nikolaus gewidmet hat. „Seit Nikolaus, dein Name, an unserer Schule steht, so mancher von uns mutig in deinen Spuren geht”, sangen die Kinder und begeisterten damit sichtlich ihren Besucher.

Etwas schwieriger war es da schon bei der Übertragung in die Gegenwart und bei der Antwort auf die Frage, welche Aufgaben ein Bischof heute hat. Es sei eigentlich ähnlich wie bei einem Pfarrer. Während dieser aber vielleicht für acht Pfarreien zuständig sei, seien es bei ihm 800 im ganzen Bistum, erklärte Borsch den Kindern. „Das Bistum ist sozusagen ein Land”, sagte er, nahm die Kreide und malte das Bistum an die Tafel, „von Krefeld im Norden bis nach Blankenheim im Süden.”

Und weil das Bistum so groß sei, habe Bischof Heinrich Mussinghoff eben zwei Bischöfe, die ihm helfen würden. „Und einer davon bin ich. Ich möchte alle Menschen kennenlernen, sie besuchen und ihnen erzählen über den lieben Gott.” Staunend hörten die Kinder von ihm, warum der Aachener Dom so wichtig ist für die Geschichte Deutschlands und Europas. Bischof Karl erzählte ihnen von Kaiser Karl, von seinem Thron in der ersten Etage des Doms und von den vielen deutschen Königen, die im Aachener Dom gekrönt wurden.

Nicht minder interessiert zeigten sich die Kinder, als ihnen Borsch zeigte, was ein Bischof so anzieht und was er so bei sich trägt. Sie konnten ihm sogar berichten, dass sein Gewand 33 Knöpfe hat wie die Zahl der Lebensjahre Jesu. Auch hörten sie seinen Wunsch, dass das kleine, lilafarbene Gewand über dem weißen immer zwölf haben solle, so wie es zwölf Apostel gab.

Er zeigte ihnen seine Mitra, sein Kreuz, seinen Stab aus schwarzem Holz und seinen Bischofsring. Um ihnen dessen Geschichte zu erzählen, setzte er sich zwischen die Kinder. Dann verriet er, dass sein Ring aus den Eheringen seiner Eltern besteht. Als er vor acht Jahren Bischof geworden sei, habe ihm seine Mutter den Ring seines verstorbenen Vaters und ihren eigenen geschenkt.
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