Kreis Heinsberg - 30 Pflegeheime im Kreis werden mit 1,0 benotet

30 Pflegeheime im Kreis werden mit 1,0 benotet

Von: disch
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Kreis Heinsberg. Von einer deutlich gesteigerten Pflegequalität berichtete Marion Okuhn von der Heimaufsicht des Kreises Heinsberg im Ausschuss für Gesundheit und Soziales, der unter Vorsitz von Edith Schaaf (CDU) im Heinsberger Kreishaus tagte.

Wie Sozialamtsleiter Norbert Vaaßen erklärte, sei die Aufgabe der Heimaufsicht im Jahr 2000 dem Amt für Soziales und Senioren zugewiesen worden. Zuvor sei sie vom Kreisordnungsamt wahrgenommen worden. Rechtsgrundlage sei bis 2008 das Bundesheimgesetz gewesen und sei seitdem das Wohn- und Teilhabegesetz für das Land Nordrhein-Westfalen. Nach dem Verständnis des Kreises gliedere sich das Aufgabenspektrum in zwei wesentliche Bereiche: zum einen die Beratung der Heimbetreiber sowie der Bewohner und der Angehörigen, zum anderen die Überwachung der Heime.

Im Kreis gibt es 38 Pflegeheime sowie 15 Heime für Menschen mit Behinderung, ein Heim für Suchtkranke, fünf Heime für chronisch psychisch Kranke und ein Hospiz; außerdem wurden 14 Tageseinrichtungen gezählt. Die personellen Vorgaben des Wohn- und Teilhabegesetzes würden zurzeit in allen Häusern erfüllt, erklärte Okuhn. Allerdings sei kaum noch geeignetes Personal auf dem Markt zu finden, sagte sie einschränkend. Es werde zu wenig ausgebildet.

Neben den jährlichen Regelprüfungen gibt es auch Prüfungen nach konkreten Beschwerden, deren Zahl in der Tendenz steigend sei, so Okuhn, wobei sich nicht jede Beschwerde als begründet erweise, aber auch nicht jede unbegründet sei. Dies halte sich in etwa die Waage. Grundsätzlich gelte: Die Überprüfungen fänden unangemeldet statt.

Besser als der Landesdurchschnitt

Es gebe zwar immer wieder Mängel, diese seien aber oft kleinerer Natur. Als Beleg für die Einschätzung, dass sich die Pflegequalität verbessert habe, führte sie die Pflegenoten an, die nach den Überprüfungen vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) Nordrhein und dem Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) Köln für die 38 stationären Pflegeeinrichtungen (mit insgesamt 2553 Plätzen) im Kreis Heinsberg vergeben worden seien: Dabei hätten 30 Einrichtungen die Pflegenote 1,0 erhalten, sechs die Note 1,1, eine die Note 1,2 und eine die Note 1,5. Der Landesdurchschnitt liege bei 1,3.

Marion Okuhn betonte, dass der oberste Auftrag der Heimaufsicht des Kreises Heinsberg in der Beratung liege. Erst nach erfolgloser Beratung werde mit dem Mittel der Anordnung gearbeitet, um eventuelle Mängel zu beheben. Als weitere Mittel blieben dann noch die Untersagung der weiteren Aufnahme von Bewohnern und die Untersagung des Betriebes.

Zu einer solchen Untersagung sei es in den vergangenen vier Jahren allerdings nur noch ein einziges Mal gekommen. Dieses Verfahren habe sich dann in der rechtlichen Auseinandersetzung zweieinhalb Jahre lang hingezogen. Auch wenn der Kreis letztlich vor dem Oberverwaltungsgericht erfolgreich geblieben sei, so sei die Untersagung dennoch nicht vollstreckt worden, da sich auch in diesem Haus zwischenzeitlich die Situation doch deutlich verbessert habe.

Pflegestützpunkt ist nur wenig gefragt

Im vergangenen Jahr gab es im Pflegestützpunkt im Kreis Heinsberg (im Haus der AOK in Heinsberg) nur 72 dokumentierte Beratungen, berichtete die Kreisverwaltung auf Anfrage der SPD im Ausschuss für Gesundheit und Soziales.

Die Nachfrage sei so wie sie sei, merkte Sozialamtsleiter Norbert Vaaßen an. Im Kreis gebe es aber ein insgesamt sehr gut funktionierendes Beratungssystem, zu dem verschiedene Institutionen beitragen würden.

„DaSein - Ein neuer Blick auf die Pflegee

Die Kreisverwaltung hat im Ausschuss für Gesundheit und Soziales den Vorschlag der FDP begrüßt, die über das Bundesgesundheitsministerium erhältliche Bilderausstellung „DaSein - Ein neuer Blick auf die Pflege” im Heinsberger Kreishaus zu präsentieren.

Gezeigt werden soll die Bilderausstellung beim Tag der offenen Tür, der aus Anlass des 40-jährigen Bestehens des Kreises am Sonntag, 24. Juni, von 11 bis 17 Uhr im Kreishaus stattfindet.
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