Kreis Heinsberg - 25 Jahre Rüstungskontrolle aus einer Hand

25 Jahre Rüstungskontrolle aus einer Hand

Von: disch
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Die Wanderausstellung „25 Jahre Rüstungskontrolle aus einer Hand“ wurde in der Filiale der Kreissparkasse in Heinsberg eröffnet: Heinsbergs Bürgermeister Wolfgang Dieder, KSK-Filialdirektor Hans-Werner Klems, Oberst i. G. Reinhard Jörß vom Verifikationszentrum, KSK-Vorstandsvertreterin ­Marie-Theres Jakobs-Bolten, Landrat Stephan Pusch und Geilenkirchens Bürgermeister Georg Schmitz (v. l. n. r.) waren dabei. Foto: Lenz

Kreis Heinsberg. „Lügen können Kriege in Bewegung setzen, Wahrheit hingegen kann ganze Armeen aufhalten.“ Mit Blick sowohl auf die aktuelle Situation wie auch auf die Historie dieser Welt sei diesem Satz ein extrem hoher Wahrheitsgehalt zuzumessen, sagte Landrat Stephan Pusch.

Vor dem Hintergrund des 25-jährigen Bestehens vom Zentrum für Verifikationsaufgaben und in Würdigung der von dieser in Geilenkirchen ansässigen Bundeswehr-Einrichtung geleisteten Arbeit scheine dieser Satz (von Reichskanzler Otto von Bismarck stammend) wie gemacht zu diesem Jubiläum und zu der Wanderausstellung, die jetzt in der Heinsberger Filialdirektion der Kreissparkasse eröffnet wurde. Auf mehr als 20 Schautafeln werden unter dem Titel „25 Jahre Rüstungskontrolle aus einer Hand“ viele wissenswerte Informationen über das Geilenkirchener Zentrum und die Bedeutung der Rüstungskontrolle vermittelt.

Dass die Wahrheit ganze Armeen aufhalten könne, sei sozusagen Kerngeschäft des Zentrums für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr, das seit 1991 gegründet worden sei und seitdem auch im Kreis Heinsberg zu Hause sei, erklärte Pusch als Schirmherr der Ausstellung. Der Landrat erinnerte an die Zeit, als es noch den Eisernen Vorhang gegeben habe und in Geilenkirchen-Niederheid – einem von vielen Militär-Standorten im Kreis Heinsberg – das Flugkörpergeschwader 2 stationiert gewesen sei, dessen Aufgabe es gewesen sei, die Pershing-Raketen für den Fall der Fälle einsatzbereit zu halten. Nach Überwindung des Ost-West-Konflikts sei für den Kreis Heinsberg der Erhalt zumindest einiger militärischer Standorte schon sehr wichtig gewesen. Teveren und Niederheid – beide auf Geilenkirchener Stadtgebiet – seien übrig geblieben.

„Natürlich stand das Zentrum für Verifikationsaufgaben irgendwie auch immer im Schatten der lauten und weithin sichtbaren Awacs-Maschinen der Nato. Aber zumindest die Eingeweihten wussten, welch gute und wichtige Arbeit hier in Geilenkirchen-Niederheid geleistet wurde.“ Die Überwachung und Begleitung von 21 Rüstungs- und Kontrollverträgen und -abkommen, das Sammeln und Auswerten von militärischen Informationen, die Begleitung von Verifikationsaufgaben im In- und Ausland und die Ausbildung von Rüstungskontrolleuren seien – wie ein Blick in die Weltnachrichten beweise – heute nötiger denn je. Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung besonders gefährlicher Waffen: Das sei das Aufgabengebiet des Zentrums mit rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, das national wie international einen ausgezeichneten Ruf genieße. Pusch dankte auch für die Hilfe bei der Unterbringung von Flüchtlingen.

Reinhard Jörß, Oberst im Generalstabsdienst, stellvertretender Kommandeur und Chef des Stabes im Zentrum, unterstrich das ausgesprochen gute Verhältnis zwischen den militärischen Dienststellen und dem öffentlichen Leben. Die Soldaten würden sich im Kreis Heinsberg wohlfühlen. Die Möglichkeit, mit der Wanderausstellung der breiten Öffentlichkeit das Zentrum, seine Aufgaben und die Rüstungskontrolle näherbringen zu können, „ist für uns eine große Freude und Zeichen der Anerkennung zugleich“. Mit der Ausstellung solle auf die Bürger zugegangen und in sicherheitspolitisch turbulenten Zeiten ein Gedankenaustausch angeregt werden, denn: „Die Welt im Jahr 2016 ist leider eine Welt in Unruhe.“

Marie-Theres Jakobs-Bolten, Vorstandsvertreterin der Kreissparkasse, hatte in ihren Willkommensworten betont: „Das Zentrum für Verifikationsaufgaben erfüllt wichtige, bedeutende Aufgaben zum Wohle für uns alle.“ Es sei sehr gut, dass über diese Ausstellung nun die Öffentlichkeit breiter über die Arbeit des Zentrums informiert werde. Sie glaube, dass gar nicht so viele Menschen im Kreis Heinsberg wüssten, welch wichtige Institution der Bundeswehr in Geilenkirchen-Niederheid ihren Standort habe, welche internationale Bedeutung das Zentrum besitze.„Obwohl ich Geilenkirchenerin bin, wusste ich bisher nicht im Detail, welch breites Aufgabenspektrum das Zentrum für Verifikationsaufgaben abdeckt.“

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