Erkelenz - 1,8 Millionen Euro für stolze 80 Meter Heimat

1,8 Millionen Euro für stolze 80 Meter Heimat

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Erkelenz. Stolz ragt der über 80 Meter hohe Turm von St. Lamberti weit sichtbar in den Himmel. Er ist für die Bürgerinnen und Bürger, für Jung und Alt, zum Begriff „Heimat” geworden. Wer ihn bei der Anfahrt zur Stadt sieht, ist „zu Hause” angekommen.

1458 auf den Trümmern eines früheren Turmes erbaut, 1860 durch Blitzschlag in der Spitze abgebrannt, überstand er auch später viel Ungemach.

In den letzten Kriegstagen 1945 sollte der schon geschädigte Bau gesprengt werden, weil er alliierten Bombern als Wegweiser diente. Unerschrockene Bürger verhinderten das und bauten ihn mit viel Schweiß und Spenden wieder auf. Jetzt muss er erneut saniert werden wie eine Turmbegehung im Jahre 2007 ergab. Die Notausbesserung der gusseisernen Konstruktion des Turmhelmes ist erforderlich. Dabei, so lautet inzwischen die Entscheidung der Verantwortlichen von Pfarre, Denkmalsbehörde und Architektenteam, soll möglichst viel vom alten Lambertiturm, besonders die Stahlkonstruktion, erhalten werden.

Nachdem die bisherigen Überprüfungen und Planungen eine genauere Information ermöglichen, stellten Pfarrer Werner Rombach, der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes Herbert Günter, Diplomingenieurin Ruth Ciré von der Unteren Denkmalsbehörde, der Statiker Hubert Wallrafen aus Heinsberg und Vater Heinrich sowie Sohn Arno vom Architektenbüro Lennartz aus Erkelenz jetzt der Öffentlichkeit die bisherigen Ergebnisse und Kosten der Überlegungen vor.

Da ist viel Bürgersinn und Opferwille gefragt, denn die Gesamtkosten werden mit über 1,8 Millionen Euro beziffert. Zwar sind bei der Stiftung Denkmalspflege 375.000, beim Land NRW 375.000 und beim Bistum 550.000 Euro beantragt, es bleibt aber immer noch ein Eigenanteil von etwa 536.000 Euro - und ob die Mittel wie beantragt in dieser Höhe fließen, ist auch noch nicht sicher.
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