Kreis Heinsberg - 1,75 Millionen Tonnen Rüben in diesem Jahr

1,75 Millionen Tonnen Rüben in diesem Jahr

Von: gep
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Blick auf die mobile kippbare
Blick auf die mobile kippbare Entladerampe: Die Knollen kullern seitlich in eine Rinne, um dann aufgehaldet zu werden. Pro Stunde werden rund 75 Fuhren in der Zuckerfabrik Jülich abgefertigt. Foto: gep

Kreis Heinsberg. In der Zuckerfabrik Jülich ist die diesjährige Kampagne „problemlos angelaufen”. 1,75 Millionen Tonnen Rüben werden bis in die erste Januarhälfte aus der gesamten Region angeliefert. Das erwartet Dr. Willi Kremer-Schillings („KS”), Leiter der Abteilung Landwirtschaft des Pfeifer & Langen-Werks.

Im bisherigen Rekordjahr 2011 waren 1,9 Millionen Tonnen verarbeitet worden.

Den Rübenertrag schätzt er jetzt auf 72 Tonnen je Hektar (t/ha) im Kampagnendurchschnitt - zwei Tonnen mehr als noch in der letzten Augustwoche. Denn an der Erzeugerfront, so KS, heiße es, dass „so schlecht die Rüben doch garnicht sind”. So seien 72 t/ha „durchaus realistisch”. Beim Zuckerertrag werden 12,6 t/ha erwartet, das dürfte wohl das drittbeste Ergebnis in der Werksgeschichte bedeuten. Die Latte liegt bei 13,5 t/ha, dieser bisherige Top-Wert wurde 2011 eingefahren.

Der Zuckergehalt der bisher angelieferten Rüben lag bei 16,5 Prozent. Das sei „schon sehr anständig”, meint KS. In Anbetracht der trockenen Witterung. „In einzelnen Betrieben geht es rauf bis auf 18.” Unter dem Strich, so der Abteilungsleiter, werde es zwar kein Rekordjahr, aber mit dem Ergebnis könnten die rund 1600 Landwirte und die Industrie zufrieden sein.

In diesem Jahr hätten die Bauern „gut gerodet”. Denn die gelieferten Knollen hätten „wenig Blattanhang” und nur drei Prozent Erdanteil. Zu Beginn der Kampagne 2011 waren die Rüben unzureichend geköpft. Die diesjährigen Rüben sind, so berichtet KS, „sehr kompakt und wenig bruchempfindlich”. Die Knollen „lassen sich gut verarbeiten”. Im Vorjahr waren die Rüben „spröde”, sie platzten schnell.

Angeliefert wird montags bis freitags von 6 bis 21 Uhr, samstags von 6 bis 18 Uhr. Pro Stunde werden rund 75 Fuhren abgefertigt, eine Fuhre bringt 20 Tonnen auf die Waage. Fahrzeug und Fracht dürfen maximal 40 Tonnen wiegen. Ist mehr geladen, wird das nicht vergütet. Der überzählige Betrag geht in einen Topf des Rheinischen Rübenbauer-Verbandes, der damit die Verkehrssicherheit in der Landwirtschaft fördert - etwa durch Fahrerschulungen oder die Ausstattung der Fahrzeuge mit zusätzlichen Warnmarkierungen.

Sehr gut funktioniert laut Kremer-Schillings die Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden. „Das macht richtig Spaß.” Man stehe in ständigem Kontakt - etwa wenn wegen Straßensperrungen der Frachtverkehr von und zur Zuckerfabrik umgeleitet werden müsse. Um Verständnis bittet der Abteilungsleiter die Bewohner der Dörfer, durch die wegen fehlender Umgehungsstraßen die Rübenlaster rollen. Für einen Transport nach Jülich würden im Schnitt nur 21 Kilometer auf der Straße zurückgelegt, das sei, so KS, eine relativ kurze Strecke.

Nach dem reibungslosen Start der Rübenkampagne hofft KS jetzt noch auf einen goldenen Herbst bis in den November hinein, damit die Knollen noch süßer werden. Und ein bisschen mehr Niederschlag wäre auch nicht schlecht, da das Jahr 2012 doch recht trocken war. 15 Millimeter Niederschlag pro Woche wären den Rübenbauern gerade recht.
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