Wassenberg - 17.000 neue Jobs innerhalb von nur zehn Jahren

17.000 neue Jobs innerhalb von nur zehn Jahren

Von: defi
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Ellen Hanselaar-Van Loevezijn, Bürgermeisterin von Roerdalen und Wassenbergs Bürgermeister Manfred Winkens hatten zu einem Tourismus-Symposium eingeladen. Winkens hatte ein Pfirsichbäumchen für den Naturpark mitgebracht, seine Kollegin dazu die passende Fla. Foto: defi

Wassenberg. Wenn die Potentiale der Region zwischen Maas, Schwalm und Nette genutzt werden, könne dies innerhalb von zehn Jahren 17.000 neue Arbeitsplätze schaffen und der auf der vorhandenen Natur basierende Umsatz von zurzeit 220 Millionen Euro pro Jahr auf eine Milliarde Euro gesteigert werden.

So steht es in dem nun auch auf deutsch vorliegenden Buch „Grenzenlos genießen - Maas-Schwalm-Nette - Von den Möglichkeiten Grenzen zu versetzen”, in dem sich die Autoren Tom Bade, Berend van Middendorp und Gerben Smid mit dem Geldverdienen in und um den Naturpark herum auseinandersetzen.

Autor Tom Bade stellte sein Buch im Rahmen eines Mini-Symposiums auf der Burg Wassenberg vor, zu dem die Gemeinden Roerdalen und Wassenberg Unternehmer eingeladen hatten, die ihr Geld auch im Tourismus verdienen.

Tom Bade kommt zusammen mit seinen beiden Kollegen zu dem Schluss, dass der Naturpark Maas-Schwalm-Nette bislang keinen wesentlichen Beitrag zur Wertschöpfung in der Region leistet. Produkte wie etwa „Wald”, reichlich vorhanden dies- und jenseits der Grenze, sollen erlebnisökonomisch vermarktet werden. Dazu bedürfe es unter anderem auch einer „Marke” für dieses Gebiet.

Die Autoren denken an einen grenzüberschreitenden Nationalpark, alternativ bringen sie den Begriff „Peace Park” ins Spiel. Dieser „Peace Park” könne verdeutlichen, dass die Natur keine Grenzen habe, die alten Militäranlagen aus dem Kalten Krieg der Natur zurückgegeben worden seien und die verschiedenen Länder effektiv zusammenarbeiteten.

Damit hätte man ein deutliches Aushängeschild für das erwünschte Konzept von der Besinnungsökonomie, so das Autoren-Trio.

Das Mini-Symposium der Gemeinde Roerdalen und der Stadt Wassenberg sollte das gemeinsame Tourismuskonzept ein Stück voranbringen. Die vom Ersteller des Konzeptes, der Firma IFT Freizeit- und Tourismusberatung, gegebenen und von den beiden Räten abgesegneten Empfehlungen sollen in Arbeitsgruppen weiter verfolgt werden.

Im Rahmen des Symposiums kamen sich die Unternehmer von dies- und jenseits der Grenze beim Speeddating näher, getreu dem Motto „Jede Zusammenarbeit fängt damit an, dass man sich kennen lernt”.

„Die Stimmung war sehr gut, sehr offen, sehr freundschaftlich,” freute sich Dr. Leo Reyring, Geschäftsführer des Naturparks Maas-Schwalm-Nette, der den Abend moderierte. Birgit Wilms-Regen vom Haus Wilms in Effeld war eine der Teilnehmerinnen. Sie ist optimistisch, dass es gelingen wird, den Bekanntheitsgrad der Region zu erhöhen.

Warum zum Radfahren ins Münsterland?

Jeder fahre zum Radfahren ins Münsterland, warum nicht hierher ins Grenzgebiet, fragt sie. Wilms-Regen hat sich für die Arbeitsgruppe „Kulinarisches” angemeldet. Sie möchte, dass die Kooperation, die zurzeit im Kleinen, unter den vier gastronomischen Betrieben in Effeld hervorragend und ohne Futterneid laufe, auch im Großen umgesetzt wird. „Wir müssen Vielfalt schaffen”, so Wilms-Regen.

Immer mehr Gäste wünschten zum Beispiel gut durchorganisierte Routen, dafür müsse man Arrangements erarbeiten. Von der Umsetzung eines grenzüberschreitenden Tourismuskonzeptes könne jeder profitieren, ist sich Wilms-Regen sicher. Und sie sagt: „Es liegt an allen, die jetzt mitmachen, was rauskommt.”
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