Gangelt - 15.000 Ostereier für Parkbesucher

15.000 Ostereier für Parkbesucher

Von: Markus Bienwald
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Angelina, Mutter Dominika Sobolewski, Katharina Snehota und Alexander durften sich bei „Osterhäsin“ Katharina Mingers (von links) auch ein paar Eier aussuchen. Foto: Markus Bienwald

Gangelt. Für Katharina Mingers begann der Karfreitag schon recht früh. Denn schon um 9 Uhr war sie als Osterhäsin gebucht, um den jüngeren wie älteren Besuchern des Wildparks in Mindergangelt eine Freude zu machen. So hieß es früh aufstehen am Feiertag, ins Fell schlüpfen und natürlich das Körbchen mit den Ostereiern nicht vergessen.

„Bitteschön“, „Dankeschön“ und „Schöne Feiertage“ kamen ihr an diesem Tag wohl öfter über die Lippen, als das sonst der Fall ist. Denn das relativ milde Frühlingswetter ließ viele Besucher – meist mit Kind und Hund – auf die Idee kommen, einen Besuch bei den Wildtieren abzustatten. Das galt auch für Dominika Sobolewski und Katharina Snehota, die zwar ohne Hund, dafür aber mit Angelina und Alexander in den Park gekommen waren. „Nicht wegen der Eier“, sagte Dominika lachend, wohl aber, um mit den Kindern einen schönen Start in die Osterzeit zu genießen.

Und während die vier andere Gäste dabei beobachteten, wie sich die schon älteren Mufflons genüsslich über das von Besuchern gekaufte Wildfutter hermachten, schauten sie auch nach den kleinen Osterlämmern, die bei den Mufflons gleich im Dutzend zu beobachten waren. „Die sind echt süß“, war oft zu hören, was die Mamas der kleinen Mufflons vielleicht auch gerne hörten. Aber dennoch trieben sie ihre Kleinen durch stetes Gemecker an, nicht zu nahe am Zaun und damit an den Zweibeinern und den noch neugierigeren Vierbeinern entlangzulaufen.

Ohnehin hatten die Tiermamas am Wochenende im Wildpark Gangelt richtig was zu tun. Denn nach dem Winterschlaf waren viele Jungtiere zum ersten Mal unterwegs, um ihr Revier neugierig unter die Lupe zu nehmen. Frischlinge scharten sich dabei um die wachsamen Bachen, während Fischotter ihre Kunststückchen zeigten und auch die Greifvögel mal nach draußen durften.

Währenddessen füllte Katharina Mingers so manches Mal ihr Osterkörbchen nach, das mit bunt gefärbten Hühnereiern, aber auch Eiern in Schokokrokant oder normal – reich gefüllt war, aber ebenso schnell leer gegriffen wurde. „Für Nachschub ist immer gesorgt“, lächelte die Osterhäsin am Rande der Aktion, denn schließlich war es nicht das erste Mal, dass sie in das Kostüm schlüpfte und sich zum Hasen machte.

Egal ob man nun eines der rund 15.000 verteilten Ostereiern ergatterte oder nicht, man durfte sich natürlich noch an weiteren Highlights im wunderbar ruhig gelegenen Park freuen. Dabei stand das dreisprachige (Deutsch, Englisch, Niederländisch) Beschilderungssystem Pate bei der fußläufigen Erkundung, und wer sich beispielsweise den Waldlehrpfad mit seinen über 50 verschiedenen Bäumen und Sträuchern ganz zu Ende angeschaut hatte, konnte noch im Restaurant „Wildblick“ ein wenig die Ruhe genießen.

Dort war auch noch für mehr Spaß für die Kinder gesorgt, denn „Frühlingsfee Alisande“ war mit ihrem Puppentheater und zum Kinderschminken zu Gast. Und am Ende der schönen Osteraktion, als Katharina Mingers aus dem wärmenden Langohrfell schlüpfen durfte, war dann allen auch klar, dass es den Osterhasen tatsächlich gibt. Und dass er weiblich ist.

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