Heinsberg - 1500 Fans jubeln auf dem Rathausplatz

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1500 Fans jubeln auf dem Rathausplatz

Von: Anna Petra Thomas
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Eine riesige Gruppe Fußballfa
Eine riesige Gruppe Fußballfans, darunter auch wenige Portugiesen, bevölkerten am Samstagabend den Rathausplatz beim ersten Spiel der deutschen Nationalmannschaft - vor einem 19 Quadratmeter großen Bildschirm und damit noch fünf Quadratmeter größer als bei bisherigen Public-Viewing-Veranstaltungen in der Stadt. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Rund 1500 Fans bevölkerten am Samstagabend beim ersten EM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft den Rathausplatz in der Kreisstadt und machten ihn zu einer gut gefüllten, friedlich feiernden Fanmeile.

Nach rund 200 Zuschauern beim Auftakt am Freitagabend freuten sich Bürgermeister Wolfgang Dieder und die Organisatoren in der Stadtverwaltung über den guten Zuspruch, den das vierte Public-Viewing-Angebot in der Stadt an seinem neuen Standort erfuhr. Zu den Weltmeisterschaften 2006 und 2010 sowie zur Europameisterschaft 2008 hatte die Stadt bereits auf dem Marktplatz ein Public Viewing angeboten. Bis zum Endspiel, das auf dem Marktplatz übertragen wird, treffen sich die Fans dieses Mal vor dem Rathaus.

Wenn diese auch geteilter Meinung waren, wo sich denn nun besser zugucken ließ, war Wirtschaftsförderer Bert Dohmen rundum begeistert. „Die Akustik hier ist doch viel besser”, meinte er. Und auch Bürgermeister Wolfgang Dieder gefiel „die Location”, wie er den Rathausplatz in seiner Begrüßung vor dem Spiel nannte. Sicherlich nicht nur, weil sich die Stadt mächtig ins Zeug gelegt hatte: Flaggen der EM-Teilnehmer schmücken derzeit die Dachkante rund um den auf den Platz ragenden großen Sitzungssaal. Eine große Girlande mit allen Fahnen spannt sich zudem vom Eingang Richtung Leinwand.

Nein, auch die Fans hatten alles getan, um ihre Mannschaft richtig anzufeuern, alles in Schwarz-Rot-Gold natürlich: von Fahne, Girlande und Hut bis hin zu eingeflochtenen Strähnchen oder gar Hasenohren in Deutschlandfarben. Die Kreativität kannte keine Grenzen, nicht mal bei dem Fan, der in leuchtend gelber Leggins auf dem Platz für Aufmerksamkeit sorgte.

„Alles okay hier?”, folgte Dieders lockere Frage, auf die er von den Fans den ersten kleinen Jubel vor dem Spiel erntete. Sein Dank ging an die Mitarbeiter von Bauhof, Ordnungsamt und Polizei, aber auch an die Sanitäter vor Ort und an diejenigen, die für die Bewirtung der Fans sorgten, mit kühlen Getränken, Bratwurst und Pizza. Die Sponsoren vergaß er nicht, „denn eine Stadt kann sich das alleine nicht leisten”, sagte er. „Viel Spaß beim Sieg unserer Mannschaft”, orakelte er dann noch kurz vor dem Anpfiff.

Er sollte recht behalten. Zwar blieb es auch auf dem Heinsberger Rathausplatz bis zum Ende der 72. Spielminute ruhig. Dann flogen aber auch hier vor Freude die Bierbecher gen Himmel. Gute Stimmung, Freude, gar anhaltender Jubel mischten sich mit der Spannung, dieses Führungstor über den Abpfiff retten zu können, der dann erst fast fünf lange Minuten nach den offiziellen 90 Minuten kam.

Mit einer riesengroßen Fahne und einem Megaphon jubelten die Fans in der Apfelstraße noch weiter, während sich der Platz so langsam leerte. Nur einer blieb: Theo Rademakers vom Ordnungsamt sammelte die Flaschen vor dem abgesperrten und die Plastikbecher auf dem Platz - wie er das jeden Abend bis zum Endspiel tun wird, damit die Fans jeden Abend eine neue, saubere Fanmeile zum Feiern haben.
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