Kreis Heinsberg - 100 Sternsinger zu Gast im Kreishaus

100 Sternsinger zu Gast im Kreishaus

Von: defi
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Sternsinger zu Gast im Kreishaus: Annika auf Landrat Stephan Puschs Knie ist zwar noch etwas unsicher im Aufsagen des Spruches, durfte beim Anbringen des Segens über dem Eingang aber nicht fehlen. Foto: defi

Kreis Heinsberg. Die Türen gingen nicht immer auf, wenn die Sternsinger klingelten. Doch davon ließen sich die Sternsinger nicht abhalten, ihre Sammelbüchsen weiter von Haus zu Haus zu tragen und um Spenden für Not leidende Kinder in der Welt zu sammeln. Schließlich lautet das Motto der Sternsingeraktion ja auch „Kinder zeigen Stärke”.

Landrat Stephan Pusch empfing 100 Sternsinger im Heinsberger Kreishaus. Die Jungen und Mädchen kamen in ihren bunten Kostümen stellvertretend für die vielen Sternsinger aus der Region. Der Landrat betonte, es sei ihm eine Herzensangelegenheit, die Sternsinger, die unverzagt ihren Weg gegangen seien, zu empfangen. Er erinnerte sich an seine eigene Sternsingerzeit, als die Betreuer noch die „Kamele” waren, welche die süßen Beigaben der Geldspenden tragen mussten. Heute, so erfuhr der Landrat von seinen Nachfolgern, hat das Kamel vier Räder und heißt Bollerwagen.

Mit dem Schnee und dem Frost gekämpft

Die Sternsinger hatten in diesem Jahr mit dem Schnee und den eiskalten Temperaturen zu kämpfen. Die Jugendbeauftragte für die Region Heinsberg, Ingrid Beiten, stellte beim Empfang die einzelnen Gruppen vor und fragte nach, wie es denn so gelaufen sei. „Gut”, meinten die Arsbecker; Sternsinger können sich auch schon mal kurz fassen, ihren Spruch haben sie schließlich oft genug aufgesagt. Betreuerin Eleonore Zimmermann musste leider feststellen, dass es von Jahr zu Jahr schwerer werde, Kinder für die Sternsingeraktion zu gewinnen. Die Kleingladbacher Gruppe wurde gefragt, was denn das Spannendste gewesen sei. Woraufhin ein Sternsinger sagte: „Dass die Leute überhaupt aufgemacht haben.”

Dennoch hatte sich die Ausdauer der Sternsinger aus der Region Heinsberg zumindest im vergangenen Jahr gelohnt. Sie hatten im Vergleich der Sternsinger aus der Diözese Aachen die höchste Spendensumme zusammen getragen. 2010 waren in der Region Heinsberg fast 224000 Euro gesammelt worden. Die eingesammelten Spenden aus diesem Jahr sind noch nicht ausgezählt.

„Beispielland” für die Sternsingeraktion 2011 ist Kambodscha. Dort wurden viele Kinder durch heimtückische Landminen getötet oder verletzt. Um den verletzten Kindern zu helfen, steht die Sammelaktion unter dem inhaltlichen Schwerpunkt „Behinderung”.

Zum Dank für ihren Einsatz wurden die Sternsinger vom Landrat mit Kakao und Kuchen bewirtet. Zur Unterhaltung der Kinder führte das Ensemble „Suppengrün” das Märchen „Aladin und die Wunderlampe” als Schattenspiel auf. Klienten der Gangelter Einrichtungen hatten dieses Stück zusammen mit ihren Betreuern Carmen Hennicken und Michael Peinkofen einstudiert. Alle Requisiten von der Bühne über das Bühnenbild bis zu den Figuren hatten sie selber gebastelt.

„Alt-Dekan” Winfried Müller überbrachte den Sternsingern das „Dankeschön” des amtierenden Regionaldekans Gottfried Graaff, der sich zurzeit auf einer Fortbildung in Rom befindet. Ebenso dankte Pfarrer Müller im Namen des Aachener Bischofs Dr. Heinrich Mussinghoff den Sternsingern für ihr Engagement.
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