Zwei Gemeinden warten auf die Tour de France

Von: Guido Jansen
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Auf diesen Moment warten auch die Gemeinden Titz und Aldenhoven: Das Fahrerfeld der Tour de France jagt über eine Straße. Foto: dpa

Kreis Düren. Jetzt heißt es abwarten und hoffen für die Gemeinden Aldenhoven und Titz. Beide Bürgermeister bekräftigen, wie sehr sie sich freuen würden, wenn die Tour de France im nächsten Jahr durch ihre Gemeinden rollen würde. Sicher sein können sie sich aber noch nicht.

Denn die konkrete Route der zweiten Etappe ist noch nicht bekanntgegeben worden. Seit Dienstag steht fest, dass sie von Düsseldorf nach Lüttich führt und als markante Durchgangsstationen Neuss, Mönchengladbach, Jülich und Aachen auserkoren sind. „Bis das feststeht, werden wir jeden Tag auf die Internetseite der Tour de France schauen und hoffen, dass wir dabei sind“, sagt Aldenhovens Bürgermeister Ralf Claßen.

Wahrscheinlichkeit hoch

Genau wie bei seinem Titzer Amtskollegen Jürgen Frantzen (beide CDU) ist die Wahrscheinlichkeit zwar recht hoch, dass die Tour das Gemeindegebiet berührt. Aber es gäbe alternative Wege. „Es gibt nicht viele Möglichkeiten, nicht durch Aldenhoven zu fahren, wenn man von Jülich nach Aachen will“, sagt Claßen. Eine wäre, das Gemeindegebiet südlich zu umfahren über Dürwiß.

„In Aldenhoven haben wir viel Erfahrung mit solchen Veranstaltungen“, sagt Claßen und spielt damit auf den Indeland-Triathlon an, der im Aldenhovener Römerpark endet. Die Gemeinde veranstaltet immer ein kleines Volksfest rund um den Triathlon. „Ich habe für die Tour auch schon viele Ideen im Hinterkopf“, bekundet Claßen. Zwar sei das Fahrerfeld schnell vorbeigerauscht. Trotzdem müsse die Gemeinde ein solches Ereignis nutzen, auch wegen der vielen Aufmerksamkeit in den Medien, die das Sportspektakel mit sich bringe. Für wenige Momente gelangen Ortschaften in den Blick der weltweiten Radsport-Fangemeinde.

Jürgen Frantzen ist Radsportfan, verfolgt die Tour insbesondere schon länger und hat sie schon in Frankreich erlebt. Er weiß, dass die Durchfahrt des Fahrerfeldes ein kurzes Erlebnis wird. „Das ist die zweite Etappe und sie verläuft flach. Da haben die Fahrer noch viel Kraft“, deutet er an, dass es für die Zuschauer ein kurzes Vergnügen wird.

Außerdem werden sich die großen Favoriten auf den Gesamtsieg auf den ersten Etappen zurückhalten. „Im Gelben Trikot des Führenden wird am Anfang vermutlich keiner der Favoriten fahren“, mutmaßt der Titzer Verwaltungschef. Ohnehin sei es schwierig, das Gelbe Trikot zu erblicken, schließlich werde derjenige, der es trägt, von seinen Teamkollegen geschützt. „Als Zuschauer kann man das Trikot vielleicht für wenige Augenblicke sehen“, berichtet Frantzen aus eigener Anschauung.

Trotz der schnell vorbeirauschenden Hauptattraktion sei die Tour de France ein Spektakel. Mit einer Stunde Vorsprung fahre eine Karawane vor dem Fahrerfeld weg, die die Zuschauer bespaßt. „Das ist ein bisschen wie ein Karnevalszug. Da werden auch Sachen in die Zuschauerreihen geworfen.“ Als besonders günstig wertet Frantzen den Termin der zweiten Etappe, der 2. Juli ist ein Sonntag.

Genau wie Aldenhoven kann sich auch Titz nicht sicher sein, Durchgangsstation der Etappe zu sein. Vier Möglichkeiten gebe es laut Frantzen, aus Richtung Mönchengladbach am Tagebau vorbei nach Jülich zu gelangen, drei davon führen durch Titz, eine über Erkelenz und Linnich. Dürfte sich Frantzen etwas wünschen, würde er natürlich den Weg mitten durch die Gemeinde wählen, der anschließend über Mersch in die Jülicher Innenstadt führt. „Wir haben beim SV Malefinkbach eine sehr rührige Radsportabteilung. Wenn die Tour bei uns vorbeischaut, werden wir sicher ein Programm auf die Beine stellen.“ Genau wie in Aldenhoven heißt es auch in Titz Abwarten.

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