Zweckverband: Gemeinsame Lösung für Dürener Förderschulen

Von: Stephan Johnen
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Die Gebäude der bisherigen Schulen im Schulzentrum Athenée Royal (hier die Eingangshalle der Erich-Kästner-Schule) werden weiter genutzt – als Dependance der Bürgewaldschule. Foto: Stephan Johnen

Kreis Düren. Der Kreisausschuss hat sich einstimmig für die Gründung eines Förderschulzweckverbandes und damit für die Neuordnung der Förderschullandschaft im Kreis Düren ausgesprochen. Landrat Wolfgang Spelthahn sprach von einem „starken Signal“ der Politik.

Eine Schule – die Schirmerschule in Jülich – soll künftig den Nordkreis abdecken, die andere Schule – mit dem Hauptstandort Bürgewaldschule und dem zweiten Standort Athenée Royal in Düren – den Süden des Kreises. An beiden Schulen werden die Förderschwerpunkte erweitert.

Wolfgang Spelthahn legte der Nideggener Politik erneut ans Herz, dieser „solidarischen Lösung“ beizutreten. Bislang steht Nideggen den Plänen eher kritisch gegenüber, es gibt noch viele Fragen. „Wir können nicht jede Frage hundertprozentig beantworten“, bat Wolfgang Spelthahn um Verständnis.

Da beispielsweise der Schulzweckverband Jülich keine Eröffnungsbilanz aufgestellt hat und keine testierten Jahresabschlüsse vorlegen könne, könne in diesem Bereich zunächst nur mit Näherungszahlen gerechnet werden. Die Verwaltung arbeite aber daran, soweit wie möglich Fragen zur prognostizierten Umlage zu beantworten. Die Zeit dränge, da der Unterricht im Sommer aufgenommen werden soll.

„Ich habe eine persönliche Erklärung von Regierungspräsidentin Gisela Walsken vorliegen, dass die Bezirksregierung keinerlei Hinderungsgründe für einen Eintritt sieht“, sagte Spelthahn. Auch die Stärkungspaktkommunen Aldenhoven und Nörvenich treten bei. Das Verfahren sei vollständig mit der Bezirksregierung abgesprochen. Spelthahn bedankte sich ausdrücklich bei allen Kommunen, „die bislang Kinder zum Nulltarif in der Nachbarschaft versorgen konnten“, für den Eintritt in den Zweckverband.

Die Gründung sei keine politische, sondern eine schulfachlich gute Lösung und garantiere den Erhalt wohnortnaher Angebote und einen Fortbestand der Wahlmöglichkeiten für Eltern. Die Kreisverwaltung suche nun das Gespräch mit der Stadt Nideggen, an dem auch die Schulräte teilnehmen.

Da der Kreis nach der Gründung des Zweckverbandes ab dem 1. August keine Mittel mehr für die bis dato eigenen Förderschulen in den Haushalt einstellen muss, gebe es auf der anderen Seite auch Entlastungen für die Kommunen. Einsparungen auf Nideggener Seite gebe es auch durch das Auslaufen der Gereonschule. Jedes Mitglied des neuen Zweckverbandes habe Sitz und Stimme und könne unter gleichen Bedingungen beitreten.

„Ein Störfeuer gibt es nur aus Nideggen“, beantwortete der Verwaltungschef die Frage der Kreisausschuss-Mitglieder, wie die Resonanz der anderen Kommunen aussehe. „Die Signale, die aus Nideggen kommen, verunsichern die Eltern“, bedauerte Wolfgang Spelthahn.

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