Kreis Düren - Zum Tag der offenen Tür rollen 100 Oldtimer auf den Campus

Zum Tag der offenen Tür rollen 100 Oldtimer auf den Campus

Von: sas
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Beim Tag der offenen Tür des Campus Aldenhoven gehörten über 100 Oldtimer der 23. Oldtimer Classic zum vielfältigen Programm. Foto: sas

Kreis Düren. Alte Motoren knattern, schwarzer Rauch steigt aus den Auspüffen der Oldtimer des Dürener Motorsportclub. Egal ob Mercedes, 64. Mustang, VW Bulli, Porsche 911 oder Morgan - über 100 Oldtimer trafen sich zum 23. Oldtimer Classic beim Tag der offenen Tür des Campus Aldenhoven.

Sie waren der Höhepunkt eines gut gefüllten Rahmenprogramms. Zur Unterhaltung spielte die Aldenhovener Band „Southern Cross“ und für Akrobatik sorgten die Cheerleader aus Aldenhoven. Die Kinder kamen auch nicht zu kurz. Für sie gab es eine Hüpfburg in Feuerwehroptik und Clown Marco, der am Mittag für Unterhaltung sorgte.

Wem das noch nicht genug war, der konnte, zu Fuß oder mit dem Fahrrad, auf die Teststrecke des Aldenhoven Testing Centers (ATC) gehen oder beim Casting der Firma FTL Film + Test Location auf der Filmautobahn mitmachen.

„Unser Ziel ist es, das Gelände mit dem Alleinstellungsmerkmal Teststrecke nach vorne zu bringen“, erklärte Anette Winkler, Leiterin Stabstelle Wirtschaftsförderung im Kreis Düren. Sie ist, neben Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU), eine der treibenden Figuren hinter dem Projekt. Der Campus Aldenhoven, gebaut auf der ehemaligen Grube Emil Mayrisch, ist die Dachmarke für die 2005 gebaute Filmautobahn, das 2014 gebaute Aldenhoven Testing Center und vier weiteren Firmen.

„So ein Gelände wie hier finden sie nirgendwo anders“, erklärte Winkler. „Mit dem Tag der offenen Tür wollen wir den Campus Aldenhoven überregional bekannt machen.“ Auch Aldenhovens Bürgermeister Ralf Claßen (CDU) ist vom Gelände begeistert: „Ich bin überzeugt, dass wir hier ein Konzept haben, das überregional heraussticht.“ Zudem gibt es für den Campus Aldenhoven noch ein hohes Entwicklungspotenzial.

Neben den bisherigen Firmen gibt es vier weitere Grundstücke, die zur sofortigen Verfügung stehen – eine Fläche von 78.000 Quadratmetern. Eines der vier Grundstücke wurde vor kurzem verkauft. Das Gelände ist aber nicht für jede Firma geeignet. „Wir wollen den Campus behutsam entwickeln. Die Firmen, die sich hier ansiedeln, sollen zueinander passen. Es soll ein automobilaffiner Standort werden“, erklärte Claßen. Neben den vier Grundstücken soll es in Zukunft auch eine Zusammenarbeit mit dem benachbarten Ort Baesweiler geben. „Wir möchten uns mit Baesweiler zusammenschließen und ein interkommunales Gewerbegebiet errichten“, erklärte Winkler.

Das Herzstück

Neben den neuen Bebauungsmöglichkeiten bleibt das Aldenhoven Testing Center das Herzstück des Geländes. Die Teststrecke besteht aus der Filmautobahn, zwei Steilkurven, einer Bremsstrecke, einem Steigungshügel, einer Schlechtwegstrecke, einem Handlingkurs und einer Fahrdynamikfläche, auf der Aquaplaning simuliert werden kann. „Hier werden die neuesten Fahrzeuge, sogar Erlkönige getestet. Auch das automatische Fahren ist ein großes Thema“, sagte Winkler.

Zudem gibt es immer noch Platz für Erweiterungen: „ In Kürze wird hier eine Cermkreuzung gebaut. Sie ist der Nachbau einer städtischen Kreuzung“, sagte Winkler. Der Grund dafür ist, dass Kunden öfters nach einer Kreuzung für Testfahrten gefragt haben. „Die Kreuzung wird zudem eine Häuserkulisse aus Betonblogsteinen haben, um eine Funkumgebung zu simulieren“ erklärte Micha Lesemann vom Testing Center und der RWTH Aachen.

Die simulierte Funkumgebung ist wichtig für das europäische Satellitenpositionssystem Galileo. Dieses erfasst das komplette Testing Center: „Galileo ist das europäische System analog zum GPS aus Amerika. Es soll 2020 eingesetzt werden und wird hier bereits getestet“, sagte Winkler. Das Aldenhoven Testing Center ist ein Gemeinschaftsunternehmen des Kreis Düren und der RWTH Aachen und wird vom Land NRW und der Europäischen Union finanziell gefördert.

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