Zugang zu Technik bietet Chancen in der Berufswelt

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Zwölf Jugendliche unterschiedlicher Herkunft nehmen am Kurs teil.

Kreis Düren. Die Vereinigten Industrieverbände (VIV) haben in Kooperation mit dem Berufskolleg für Technik Düren und dem Berufsbildungskreis Düren ein neues Projekt gestartet. Dabei erhielten im laufenden Schuljahr zwölf jugendliche Flüchtlinge die Chance, ihre technischen Fähigkeiten auszubauen.

Das Projekt richtet sich an Jugendliche der internationalen Förderklassen sowie an Auszubildende mit Migrationshintergrund, die bereits eine technische Ausbildung begonnen haben, aber noch Unterstützung benötigen. Sie lernen in dem Kurs neben technischen Grundlagen auch das erforderliche Fachvokabular, das im späteren Beruf wichtig ist. „In diesem Kurs wird den jungen Leuten ein Zugang zu Technik ermöglicht, der ihnen auch neue Wege in die Berufswelt erschließt.

Da die einzelnen Teilnehmer unterschiedliche Sprachen sprechen, ist die Kurssprache Deutsch. „Wenn die Schüler sich gegenseitig Theorie und Praxis erklären, lernen sie nicht nur die Inhalte, sondern üben auch die deutsche Sprache“, erklärt Erhard Kusch, Schulleiter des Berufskollegs für Technik Düren.

Möglich wird der Kurs dank der Unterstützung der Vereinigten Industrieverbände. Sie übernehmen das Lehrerhonorar und die Sachkosten. „Wir möchten die Jugendlichen für Technik und technische Ausbildungsberufe begeistern und ihnen eine Hilfestellung beim Start ins Berufsleben geben“, sagt Daniela Dühr, die bei den Vereinigten Industrieverbänden für Bildungsprojekte zuständig ist.

Das Programm umfasst 40 Unterrichtsstunden und beschäftigt sich mit Themen wie Mechanik, Statik und Pneumatik. Da Material in einfacher deutscher Sprache zu diesen Themen schwer zu finden ist, hat Kursleiter Markus Voth eigene Skripte mit Aufgaben erstellt. Voth, selbst ehemaliger Schüler am Beruflichen Gymnasium des Berufskollegs für Technik Düren, macht zurzeit seinen Master in Elektrotechnik an der RWTH Aachen. „Wir erarbeiten gemeinsam die Theorie. Dabei geht es auch viel um Textverständnis. Ziel ist, dass die Kursteilnehmer lernen, praktische Aufgaben selbstständig zu lösen“, sagt Voth.

Der Kurs findet nachmittags, außerhalb des regulären Unterrichts statt. „Das erfordert von den Jugendlichen auch ein gewisses Engagement. Wir möchten, dass sie das Angebot als Chance begreifen“, unterstreicht Kusch. Ein neuer Kurs ist schon in Planung. Er soll voraussichtlich nach den Herbstferien starten.

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