Zu kalter November mit Schnee in den höheren Lagen

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Kreis Düren. Die Schlagzeilen des Monats waren wenig spektakulär aber immerhin war es ein zeitweise zu kalter November mit Schneefällen in den Hochlagen. Trotz des sehr kontrastreichen Wetters wichen Niederschlag und Sonnenscheindauer nur wenig von den Langzeitwerten ab.

Nach hohen Werten zu Allerheilgen folgte eine erste Kältewelle mit Schnee oberhalb von 300 Meter Seehöhe. Vom 15. bis 24. November wurde es milder, bevor zum Monatsende die Tiefstwerte des Herbst 2016 erreicht wurden.

Die Mitteltemperaturen in Düren und Linnich betrugen 6,0 Grad und waren 0,4 Grad zu kalt. In Nideggen-Schmidt lagen sie bei 5,3° Grad und damit betrug die negative Abweichung 0,2 Grad. Auf den höchsten Eifelerhebungen war der November etwas kälter als im Flachland, das zeigt auch die auf 700 Meter gelegene Wetterstation in Mont Rigi im Venn. Hier war es sogar 0,8 Grad zu kalt und auf dem Kermeter betrug die Abweichung 0,5 Grad (Mitteltemperatur 4,2 Grad).

Ein Grund für diese Abweichung war sicherlich die mehrtätige Schneedecke oberhalb von 500 bis 600 Meter. Im Venn und in der Schnee-Eifel wurden am 10. November zwölf Zentimeter gemessen und rund um den Kermeter und die Burg Vogelsang waren es noch zwei bis vier Zentimeter in den Hochlagen des Nationalparks.

Die Extremtemperaturen des Monats lagen weit auseinander. Zu Allerheiligen wurden nachmittags die Höchstwerte an der Eifel-Nordseite gemessen (Vlatten 17,0 Grad, Heimbach 16,9 Grad, Schmidt 15,9 Grad und Düren 15,6 Grad). Die kältesten Nächte gab es an den beiden letzten Novembertagen. Rund um den Nörvenich war der 30. November mit -7,5 Grad sogar die kälteste Novembernacht seit 1998 (damals -8,4 Grad). Die weiteren Tiefstwerte: Linnich -4.3 Grad, Kreuzau-Soller -4.5 Grad, Schmidt -4.9 Grad, Vossenack und Vettweiß -5.6 Grad, Hoven -4.8 Grad, Heimbach-Hasenfeld -6.5 Grad, Heimbach -7.1 Grad, Hergarten -7.2 Grad, Vlatten -7.4 Grad und im Rurtal bei Düren -7.5 Grad. Die niedrigsten Werte am Boden meldeten die Beobachter aus den Tallagen von Rur und Kall (z.B. -10.9 Grad in Düren).

In Sachen Sonnenschein lagen wir nach dem sehr trüben Oktober auf der freundlicheren Seite. Die Abweichungen lagen nur wenig über oder unter den Mittelwerten (1981 bis 2010). Die Wetterstationen mit Sonnenscheinmessung im Kreis Düren: Vettweiß-Soller 85 Stunden, Vettweiß 74, Düren 72, Nörvenich 65, Schmidt 56, Tallage Heimbach 54, Hasenfeld 41 und Vossenack nur 17 Stunden.

Die Unterschiede beim Niederschlag waren im November ganz normal verteilt. In den Hochlagen der Rureifel über 75 Liter/Quadratmeter (l/qm) und zum Teil weniger als 50 l/qm im Südkreis. Insgesamt aber lagen die Summen fünf bis 25 Prozent unter den Normwerten. Hier einige extreme Stationswerte: Hasenfeld und Vlatten 49 l, Düren 50 l sowie Kermeter mit 621 und Vossenack mit 80 l/qm.

Monatelang (seit Mitte März) haben die Windparks der Eifel nur schlappe Windböen verarbeiten können. Nach der Schmalkost gab es am 18. und am 20. November endlich wieder Herbststürme. Tief „Nannette“ erreichte am 20. überall die Windstärke 8 bis 9 und örtlich sogar 10. Spitzenwerte aus dem Kreis Düren: Linnich 93 Kilometer pro Stunde, Kreuzau-Winden 89 km, Zülpich 84 km, Nörvenich 76 km, Vossenack 74 km und Düren 73 km/h. Am Abend des 20. Novembers zog ein herbstliches Gewitter von Aachen über Aldenhoven in Richtung Jülich.

Nach frostigen Nächten vor Nikolaus wird es jetzt bis mindestens. 20. Dezember meist mild bleiben, danach ist alles möglich – auch ein Wintereinbruch um oder nach Weihnachten.

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