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Zahl der Langzeitarbeitslosen sinkt gegen den Trend

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Kreis Düren. Karl-Josef Cranen hat allen Grund, auf ein erfolgreiches Jahr 2011 zurückzublicken. Der von ihm geleiteten Job-com des Kreis Düren ist es gelungen, die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Jahresverlauf trotz geringerer Eingliederungsmittel des Bundes deutlich zu senken.

Die Zahl der Hartz-IV-Empfänger im Kreis Düren liegt mit aktuell 7391 nicht nur knapp 300 unter der des Vorjahres, sondern um beachtliche 1266 oder 14,6 Prozent unter dem April-Höchststand (8657).

Cranen führt die positive Entwicklung, die sich auch im Dezember gegen den Landestrend fortgesetzt hat, auf „verstärkte Integrationsbemühungen” der Job-com zurück. Weil in einigen Bereichen das Reservoir der von der Arbeitsagentur betreuten Arbeitslosengeld-I-Empfänger bereits ausgeschöpft sei, „bekommen nun auch verstärkt Langzeitarbeitslose wieder eine Chance”, erklärt Cranen.

Und deshalb werde die Job-com ihre „Integrationsbemühungen bei arbeitsmarktnahen Langzeitarbeitslosen mit gezielten Qualifizierungsmaßnahmen und zusätzlichem Vermittlungspersonal weiter verstärken”, kündigt der Job-com-Leiter an. Auch angesichts des bereits zu spürenden demografischen Wandels ist er zuversichtlich, dass sich die positive Entwicklung bei den Langzeitarbeitslosen auch 2012 fortsetzen wird.

Nicht ganz so optimistisch ist Stefan Köhnen, Pressesprecher der Dürener Arbeitsagentur. Er sieht erste Indikatoren für eine konjunkturelle Abschwächung im Kreis Düren. Zum einen sei die Zahl der offenen Stellen im Dezember (1041) weiter rückläufig gewesen, zum anderen die der Menschen, die eine neue Arbeitsstelle antreten konnten, im Dezember im Vergleich zum Vormonat deutlich zurückgegangen, von 566 auf 385. „Es wäre schon erfreulich, wenn wir das derzeitige Niveau im kommenden Jahr halten können”, betont Köhnen daher.

Und das liegt im Dezember im Kreis Düren erneut unter der 10.000er Marke. Am Jahresende waren insgesamt 9831 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Das entspricht einer Quote, die weiter 7,4 Prozent beträgt (7,7 Prozent im Bereich der Geschäftsstelle Düren, 6,4 Prozent in Jülich). 7391 Männer und Frauen (-169) werden von der Job-com, 2440 (+105) von der Arbeitsagentur betreut.

Im Jahresdurchschnitt waren bei der Arbeitsagentur 2516 arbeitslose Menschen gemeldet. „Das sind weniger als im Vorkrisenjahr 2008 und gleichzeitig ist es der niedrigste Wert seit der großen Arbeitsmarktreform im Jahr 2005”, ordnet Claudia Steinhardt, die Zahlen ein.

„In diesem Jahr möchten wir unseren Blick noch stärker auf die arbeitslosen Menschen mit Behinderung richten”, kündigt die Leiterin der Dürener Arbeitsagentur weiter an. „Diese Personengruppe konnte im vergangenen Jahr leider nicht so stark von der positiven Arbeitsmarktentwicklung profitieren.
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