Kreis Düren - Wirtschaftsförderung in Düren: Den Fuß in der Tür haben

Wirtschaftsförderung in Düren: Den Fuß in der Tür haben

Von: Stephan Johnen
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Anette Reinholz stellte das neue Konzept der Wirtschaftsförderung im Kreis Düren. Foto: Johnen

Kreis Düren. „Ansiedlungen sind Sternstunden der Wirtschaftsförderung”, sagt Anette Reinholz, die neue Leiterin der Stabsstelle Wirtschaftsförderung im Kreis Düren. Doch Sternstunden seien im Alltag eher die Ausnahme denn die Regel, stellte Anette Reinholz bei der Vorstellung des neuen Wirtschaftsförderungskonzeptes im Kreisentwicklungsausschuss klar.

Oberste Priorität habe die Bestandspflege. Oder anders formuliert: Arbeitsplätze sichern und schaffen könne nicht die öffentliche Hand. Sie könne aber für eine gute Begleitung der Unternehmen, für Unterstützung und für optimale Rahmenbedingungen sorgen. „Ich möchte Kontinuität in die Wirtschaftsförderung bringen, Vertrauen aufbauen und ein wirklich gutes Wirtschaftsklima schaffen”, gab Anette Reinholz den Kurs vor. Sie möchte immer einen Fuß in der Tür haben und für einen Neuanfang stehen.

Der Kreis Düren habe, was andere auch haben: eine hervorragende Lage, exzellente Arbeitskräfte, optimale Verkehrswege und attraktive Gewerbeflächen. „Das ist, was Ihnen jeder Wirtschaftsförderer sagt”, brachte es Anette Reinholz auf den Punkt. Seit sechs Monaten ist sie im Amt, seit sechs Monaten reiste sie für eine Bestandsaufnahme durch den Kreis. Sie sei auf eine ausgezeichnete Forschungs- und Wissenschaftslandschaft gestoßen, habe eine Region erlebt, die vor einem Strukturwandel stehe, aber mit ihren wunderschönen Landschaften und Burgstädtchen auch „Zeit zur Entschleunigung” biete. Themen, die zum Anpacken einladen, Pfunde, mit denen man wuchern könne.

Bestandspflege

Unter Bestandspflege versteht Anette Reinholz den direkten Kontakt zu den Firmen. In Abstimmung mit den Kommunen möchte sie unter anderem regelmäßig Unternehmen besuchen, diesen Beratungsangebote an die Hand geben und eine Förderberatung aufbauen, um damit den „Förderdschungel” urbar zu machen. Zur Etablierung einer „mittelstandsfreundlichen Verwaltung” gehört für sie auch ein Behördenlotse: „Wenn Probleme auftreten, müssen wir die Unternehmen an die Hand nehmen und ihnen helfen, Probleme zu lösen.”

Wichtiges Standbein einer Wirtschaftsförderung sei auch eine Gründungsberatung und die Errichtung eines Gründerzentrums. So könne vor allem die Kreativwirtschaft unterstützt werden. „Wir brauchen ein Standortbündnis”, ist Anette Reinholz überzeugt. Die einzelnen Akteure müssten besser vernetzt werden. Auch der Spagat Wissenschaft/Wirtschaft soll besser überbrückt werden. Ziel müsse es sein, die Abwanderung von Studenten zu verhindern.

Die Schlüsselbranchen seien Transport und Logistik, das Gesundheitswesen und die Papierindustrie samt Maschinenbau. Das geplante Güterverkehrszentrum stehe daher auf der Prioritätenliste. „Aber werden diesen Branchen attraktive Flächen zur Verfügung gestellt?”, fragte Anette Reinholz.

Mit Blick auf die Gewerbeflächen regt sie an, die vorhandenen noch einmal genau unter die Lupe zu nehmen und bei Bedarf über neue Ausweisungen und Veränderungen nachzudenken. „Das ist ein ganz sensibles Thema”, weiß sie. Zudem müsse die überregionale Vermarktung weiterentwickelt werden. „Wir haben eine enorme Bandbreite und ein großes Potenzial im Kreis Düren”, sagt die Leiterin der Stabsstelle.
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