Winterlichstes Karnevalstreiben seit 1969 im Kreisgebiet

Von: kjl
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Kreis Düren. Auch im letzten Wintermonat lebte die eisige Ostströmung immer wieder auf. Das Streusalz ging langsam aus, es rieselte nicht nur Kamelle am Rosenmontag, sondern auch massenweise Schneeflocken und die Eifeltalsperren froren immer weiter zu.

Erst nach Aschermittwoch ließ der Winter die Zügel etwas lockerer, mildere Luft aus dem Südwesten sickerte ein, die Rureifel erhielt kräftige Regenfälle und Tauwetter ließ die Schneemassen innerhalb von sieben Tagen schmelzen.

Jedoch ist die Frühlingsluft der letzten Februartage (bis zu 14 Grad in Düren am 27.) Anfang März wieder durch neue eisige Ostluft mit Neuschneefällen bis 20 cm in Vossenack ersetzt worden. Schneeglöckchen, Wildkrokusse und die Haselnussblüte sind in den Niederungen aber untrügliche Anzeichen für den bevorstehenden jahreszeitlichen Wechsel.

Auch im vergangenen Jahr mussten wir nach einem gleichkalten Winter bis zum 2. April auf Temperaturen von 20 Grad warten.

Der ereignisreiche Februar endete mit einem stürmischen Paukenschlag. Orkan „Xynthia” ließ den vom Winter arg gebeutelten Eifelwald noch einmal erzittern. Den Windböen von 131 km an der Deponie Aachen, 125 km am Tagebau Hambach und bis zu 104 km im Stadtgebiet Düren konnten viele Bäume nicht standhalten. Einige Stationen meldeten sogar mehr Wind als im Januar 2007 bei Orkan Kyrill.

Schauen wir uns die Abweichung der Monatsmitteltemperaturen vom langjährigen Durchschnitt an, so lässt sich eine nur unspektakuläre Abweichung von -1,0 Grad (Nörvenich) feststellen. Eine Folge der milden Tage nach Karneval. Die kältesten Nächte des Monats wurden am 10. Februar gemessen.

Sowohl im Flachland als auch an den Bergstationen sorgten enorme Minusgrade für dickes Eis auf Talsperren und Seen: Düren, Niederzier und Hoven - 7 Grad, Gürzenich, Langerwehe und Nörvenich - 8 Grad, Vossenack, Vettweiß, Drove, Heimbach und Schmidt -11 Grad, Zülpich -13 Grad und im Raum Embken - 15 Grad. Der Eindruck eines harten Winters kam vor allem durch die andauernden Schneefälle bis Rosenmontag. Es war übrigens das winterlichste Karnevalstreiben seit 1969.
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