Wie können Firmen vom Wissen der Hochschulen profitieren?

Von: smb
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Diskutierten über die Zusamme
Diskutierten über die Zusammenarbeit von Hochschulen und Unternehmen: Moderator und Redakteur Ingo Latotzki, Christiane Vaeßen (FH), Klaus Hoppstock (FZJ), Ulrich Schirowski (Agit), Martina Frombold-Eisebith (RWTH) und Anette Reinholz (Kreis Foto: Berners

Kreis Düren. Das Forschungszentrum Jülich, die RWTH und die FH sind Wissensfabriken. Sie produzieren ein anwendungsbezogenes Know How, dass leider nicht immer zur Anwendung kommt. Zumindest nicht in der Region. Dabei sitzen im Kreis Düren viele Unternehmen, die manchmal nach Lösungen suchen und sie nicht finden.

Das Problem ist, dass Wissenschaft und Wirtschaft nicht immer zueinander finden.

„Für die Zukunftsfähigkeit der Wirtschaft ist die Zusammenarbeit mit der Wissenschaft aber ausgesprochen wichtig”, betonte Walter Weinberger, der Leiter des Amtes für Kreisentwicklung. Deswegen hatten die Kreisverwaltung, die Sparkasse Düren und weitere Kooperationspartner zu der Diskussionsrunde „Wirtschaft trifft Wissenschaft” eingeladen. Moderiert wurde die Veranstaltung von unserem Redakteur Ingo Latotzki.

In ihrem Impulsreferat machte Professor Martina Fromhold-Eisebith (RWTH) deutlich, dass das Wissen ein Gut ist, das nicht unbedingt in der Region bleibt. Es sei leicht zu transportieren, auch über Landesgrenzen hinweg.

Die Professorin verdeutlichte, dass viele Faktoren den Wissenstransfer beeinflussen oder hemmen können. Unter anderem gebe es kommunikative Probleme zwischen dem „Elfenbeinturm Wissenschaft” und den Firmen. Firmen würden sich nicht immer trauen, auf die Hochschule zuzugehen.

Kooperation lohnt

Dass es sich dennoch lohnt, den ersten Schritt zu machen, zeigten Karl Stollenwerk, Geschäftsführer der Firma Isola in Düren, und Thomas Blesinger, Geschäftsführer von Geppert-Band aus Jülich. FH-Studenten haben in Abschlussarbeiten beispielsweise Ideen für die Firma Isola entwickelt. „Von 100 kreativen Ideen kann man vielleicht fünf brauchen, aber dieses Potenzial müssen die Firmen nutzen”, sagte Professor Johannes Gartzen (FH).

Ulrich Schirowski, Geschäftsführer der Agit, sieht die Region auf einem guten Weg. Er betonte aber, dass vor allem Aachen von den Hochschulen profitiere. Im Vergleich zu Euskirchen und Heinsberg sei Düren aber besser positioniert. Professor Christiane Vaeßen (FH) und Klaus Hoppstock (FZJ) betonten, wie wichtig es sei, dass die Firmen auf die Einrichtungen zugehen würden.

„Der Wissenstransfer hängt immer von Menschen ab”, sagte Anette Reinholz, die beim Kreis die Stabstelle für Wirtschaftsförderung leitet und damit erste Ansprechpartnerin und Kontaktvermittlerin für Firmen ist.
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