Wie Familie und Beruf vereinbar sind

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Das Betreuungsangebot der Offe
Das Betreuungsangebot der Offenen Ganztagsschulen stand auch bei der Veranstaltung der Initiative „Familie im Kreis Düren - Eine runde Sache” ganz oben auf der Tagesordnung. Foto: stock/Felix Jason

Kreis Düren. Zu ihrem dritten Geburtstag lud die Initiative „Familie im Kreis Düren - Eine runde Sache!” ein. Dabei griff sie das diesjährige Motto der bundesweiten lokalen Bündnisse für Familie auf.

Unter dem Titel „Mitgedacht, mitgemacht - für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf” wurden insbesondere Eltern mit Schulkindern in den Mittelpunkt gestellt. Interessante Beiträge beleuchteten das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln.

So stellten Claudia Steinhardt, Geschäftsführerin der Arbeitsagentur Düren, und Daniela Jansen von der Aachener Regionalagentur der AGIT die Bedeutung der Frauenerwerbstätigkeit für den Wirtschaftsstandort heraus, während Schulamtsdirektorin Anna Helene Lürken über das Betreuungsangebot der Offenen Ganztagsgrundschulen (OGS) im Kreisgebiet informierte.

Positive Aspekte

Markus Granrath vom Kreisverband Düren des Deutschen Kinderschutzbundes berichtete aus der Sicht eines OGS-Trägers über positive Aspekte in der täglichen Betreuungspraxis von Schulkindern, wies aber auch auf noch bestehende Knackpunkte hin, wie das zur Verfügung stehende Finanzbudget, das es oftmals schwierig macht, hinsichtlich möglicher Angebote Wunsch und Wirklichkeit in Einklang zu bringen Auf die Frage, wie Vereinbarkeit von Familie und Beruf gelingen kann, wenn aus Kindern Schulkinder werden, ging Frauke Greven, Geschäftsführerin von Spielraum - Projekt Vereinbarkeit Gmbh aus Köln ein. In ihrem lebendigen Vortrag sparte sie nicht mit der Schilderung eigener Erfahrungen, was bei nicht wenigen Zuhörern heftiges Nicken hervorrief, fanden sie doch ihre eigene Situation trefflich beschrieben.

Zu Beginn der Veranstaltung erinnerte Elke Ricken-Melchert, Leiterin des Amtes für Chancengleichheit, Familie und Senioren, an zahlreiche Aktionen der Familieninitiative im vergangenen Jahr. Dabei war ein Schwerpunkt der Dialog der Generationen mit vielen Veranstaltungen, zu denen auch der Rad-Aktionstag im Nordkreis gehörte, der für rund 350 Teilnehmende seinen Ausklang im Brückenkopf-Park fand. Erwähnenswert waren auch die Herausgabe eines Jahresplaners für Familien, die Familienkarte und nicht zuletzt das Engagement vieler Bündnisakteure, die sich nach wie vor in fünf Arbeitsgruppen für die Interessen von Familien einsetzen.

Neu hinzugekommen ist der Baby-Begrüßungsdienst, der seit Beginn des Jahres Familien mit Neugeborenen im Kreisgebiet besucht und eine Tasche mit vielen nützlichen und wertvollen Informationen und Präsenten überreicht. Angelika Schmitz, Koordinatorin der Familieninitiative, moderierte die Veranstaltung und richtete den Blick nach vorne. So läuft zurzeit in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendamt eine sozialwissenschaftlich begleitete schriftliche Familienbefragung, deren Ergebnisse in den ersten Familienbericht des Kreises Düren münden werden.

Außerdem wird mit Bündnispartnern an der Erstellung eines Ideenkataloges für die Freizeitgestaltung von Familien gearbeitet und die Durchführung eines multikulturellen Familientages in Langerwehe geplant.

Für den musikalischen Rahmen sorgte in diesem Jahr der Jugendchor Kreuzau, der unter der Leitung von Kurt Kappes ein ABBA-Medley zum Besten gab und viel Applaus erntete. Neben der Möglichkeit, sich an zahlreichen Info-Ständen zum Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erkundigen, konnten die Teilnehmenden zum Ende der Veranstaltung in moderierten Kleingruppen zusammentragen, was es bereits an guten Lösungen zur Schulkindbetreuung im Kreis Düren gibt, was noch fehlt und welche Ideen und Vorschläge sie der Familieninitiative an die Hand geben möchten, damit diese weitere Anregungen für mehr Familienfreundlichkeit auf den Weg bringen kann.
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