Wertfächer: Sparkasse reagiert auf wachsende Nachfrage

Von: ja
Letzte Aktualisierung:
12948193.jpg
Sparkassen-Vorstand Dr. Gregor Broschinski zeigt die neuen Wertfächer in einem Tresorraum im Keller des Kundenzentrums Düren. Foto: Abels

Kreis Düren. Die Zahl der Wohnungseinbrüche im Kreis Düren steigt und steigt, allein im vergangenen Jahr um mehr als zehn Prozent auf fast 900 Fälle. Ein Trend, der sich im ersten Halbjahr 2016 fortgesetzt hat. 456 Fälle weist die Statistik der Kreispolizeibehörde allein für die Monate Januar bis Juni aus.

Die zunehmende Sorge der Menschen, dass auch sie einmal Opfer eines Einbruchs werden könnten, spürt auch die Sparkasse Düren: Die Nachfrage nach Wertschließfächern in den Filialen war noch nie so groß wie jetzt, erklärt Vorstandsmitglied Dr. Gregor Broschinski. Sein Haus hat reagiert.

Gerade erst hat die Sparkasse im Erdgeschoss des Kundenzentrums in Düren eine neue Schließfachanlage eingerichtet, deren Eingang von einer mehr als 40 Zentimeter starken Tresortüre gesichert wird. 850 Wertfächer in unterschiedlichen Größen, die Kunden wie Nicht-Kunden gleichermaßen mieten können, stehen zusätzlich zur Verfügung. Damit hält die Sparkasse Düren allein in Düren 3650 Fächer vor, kreisweit sind es bereits mehr als 9500. Und es sollen noch weitere hinzukommen, kündigt Gregor Broschinski an.

„In Kreuzau werden wir noch einmal 250 Fächer zusätzlich einrichten, in Birkesdorf 225 und in Aldenhoven 100“, kündigt das Vorstandsmitglied an. Und auch das Beratungscenter in der „Neuen Mitte“ in Niederzier, das bis Herbst 2017 entstehen soll, wird trotz der hohen Kosten für eine gesicherte Anlage mit rund 250 Wertschließfächern ausgestattet. Erreichbar sind die Schließfächer, deren Miete von der Größe abhängt, während der jeweiligen Öffnungszeiten. „Wir haben uns aus Sicherheitsgründen bewusst gegen Anlagen entschieden, die rund um die Uhr geöffnet sind“, erklärt Broschinski. Nicht, dass die Anlagen an sich das Problem darstellen würden. Kunden, die spätabends oder nachts ihr Wertfach aufsuchen, könnten beobachtet und beim Verlassen der Gebäude überfallen werden.

„Was eingelagert wird, hat uns nicht zu interessieren“, erklärt Broschinski. Aber er ist sich sicher, dass es im Privatkundenbereich trotz der immer mal wieder aufflackernden öffentlichen Diskussion um negative Sparzinsen nicht unbedingt das Bargeld aus Omas Sparstrumpf ist. „Das liegt daran, dass wir keine Negativzinsen an Privatkunden weitergeben, obwohl wir die selber bei der Europäischen Zentralbank bezahlen müssen.

Die Sparkasse haftet im Übrigen für das Funktionieren der Sicherheitsvorkehrungen rund um die Wertfächer, nicht aber für unvorhersehbare Ereignisse wie zum Beispiel einen Flugzeugabsturz, der die Anlage und die eingelagerten Wertgegenstände zerstört. Wer auch für solche Fälle gewappnet sein will, könne aber eine Zusatzversicherung abschließen, betont der Banker. Auf jeden Fall sollte jeder Mieter einer Person des Vertrauens eine Vollmacht ausstellen, damit auch bei einem Unglücks- oder Krankheitsfall jemand an die Wertgegenstände herankommt.

Leserkommentare

Leserkommentare (8)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert