Kreis Düren - Wer soll im Februar neuer Bundespräsident werden?

Wer soll im Februar neuer Bundespräsident werden?

Von: inla
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Bundespräsident Joachim Gauck beim Jülich-Besuch. Foto: Uerlings

Kreis Düren. Im Februar 2017 soll ein neuer Bundespräsident gewählt werden. Wer kann Nachfolger von Joachim Gauck werden, der keine zweite Amtszeit mehr wollte? Wir haben die drei Bundestagsabgeordneten des Kreises gefragt.

Dietmar Nietan (SPD) sagt, dass sein Parteifreund Frank-Walter Steinmeier eine gute Wahl wäre. Nicht, weil SPD-Chef Gabriel den Außenminister vorgeschlagen habe, sondern weil Steinmeier hohe Beliebtheitswerte in der Bevölkerung vorweise und überdies die notwendige Kompetenz und das Verantwortungsbewusstsein mitbrächte.

Nietan sagt, dass jeder, der Steinmeier ablehne, einen besseren Vorschlag machen müsse. Sollte in den nächsten Wochen diskutiert werden, ob nicht eine Frau das höchste Staatsamt bekleiden sollte, würde Nietan den Namen Carolin Emcke nennen. Die Autorin hat kürzlich den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten und sei „offen, mit einer klaren Haltung“. Emcke wende sich deutlich gegen Hass, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung“.

Aus „Respekt vor dem Amt und der Amtsführung“ will sich Thomas Rachel (CDU) noch nicht zur Nachfolge von Joachim Gauck äußern. Damit sagt der CDU-Politiker auch nichts darüber, ob es besser wäre, einen gemeinsamen Kandidaten zu benennen. Für viele politische Beobachter ist die Wahl des Bundespräsidenten ein Fingerzeig für die im Herbst 2017 stattfindende Bundestagswahl. Geht es mit einer Großen Koalition weiter oder mit Rot-Rot-Grün? Derlei Überlegungen hält Oliver Krischer (Grüne) nicht für angemessen. Besonders übel stoße ihm auf, wie Sigmar Gabriel und die SPD Steinmeier in Stellung brächten.

Das schade dem Ansehen der Person, dem Amt und den Parteien insgesamt. Krischer wäre für die evangelische Theologin Margot Käßmann oder Schriftsteller Navid Kermani, obwohl „beide sicher kaum eine Chance haben oder gar nicht zur Verfügung stehen“. Trotz CDU-Mitgliedschaft würde der Grüne außerdem für Bundestagspräsident Norbert Lammert plädieren, der „immer wieder seine Unabhängigkeit“ unter Beweis gestellt hätte.

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