Weniger Abtreibungen im Kreis

Von: fjs
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Kreis Düren. Immer mehr Paare bleiben ungewollt kinderlos. Das ist eine der Erfahrungen, die Ruth Maiß und Petra Müller von „Donum Vitae - Frauen beraten” 2009 gesammelt haben.

Erklärungen dafür haben sie nicht. In dem von ihnen und der Vorsitzenden Beate Nießen vorgestellten Jahresbericht wird deutlich, dass die persönliche Beratung inzwischen von einem modernen Medium flankiert wird: der Online-Beratung.

„Nach einem Jahr Erfahrung können wir sagen, dass dies sehr gut angenommen wird”, erklärt Ruth Maiß. Der „Chat” erfolgt anonym und ist mehrfach abgesichert. Der Nutzer erhält ein Passwort und braucht seine E-Mail- Adresse nicht anzugeben. Das Projekt des Donum-Vitae-Bundesverbandes ist auf allgemeine Beratung ausgerichtet. „Es erfolgt keine Konfliktberatung; die bleibt dem persönlichen Gespräch vorbehalten”, stellt Nießen klar.

Die Nachfrage nach Schwangerenberatung und finanzieller Hilfe ist derweil ungebrochen. Die von den Beraterinnen bereits in den Vorjahren festgestellten Probleme (wenig Geld, kein ausreichendes Einkommen) scheinen sich fortzusetzen. Eine Tendenz aber wird begrüßt: Die Zahl der Abtreibungen ist rückläufig. Der Bundestrend zeigt sich im Kreis Düren auch in der rückläufigen Zahl der Konfliktberatungen. Diese Entwicklung bedeute aber nicht zwangsläufig, dass mehr Kinder geboren werden. Vermutlich ist sie durch bessere Aufklärung und Verhütung beeinflusst.

Im Jahr 2009 kamen 353 Rat suchende Frauen in die Beratungsstelle im DRK-Haus an der Neumühle in Düren. Mit ihnen wurden 533 Gespräche geführt. In der Konfliktberatung führten Ruth Maiß und Petra Müller 126 Einzel- und 29 Paarberatungen durch. In der Schwangerenberatung wurden 313 Einzel- und 65 Paargespräche geführt. Im Bereich der Prävention wurden bei 27 Veranstaltungen 272 Schülerinnen angesprochen. Die Angebote zu unterschiedlichen Themen richten sich an alle Schulformen. Im Känguru-Treff und zum Mütter-Baby-Café trafen sich um die hundert Frauen. „Diese beiden Angebote ermöglichen uns, Schwangere und Mütter während der Schwangerschaft und im ersten Lebensjahr zu begleiten. Frühe Hilfe unterstützt die Frauen neue Kontakte zu knüpfen und im Umgang mit dem Baby sicherer zu werden”, betont Beate Nießen den Wert dieser Einrichtung.

Einmal monatlich wird eine Beratung an einem Donnerstagnachmittag im Kulturbahnhof Jülich angeboten. Die Termine dazu werden in Düren unter 02421/555870 vergeben.
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