Welle von Lungeninfekten: Erreger gibt weiter Rätsel auf

Von: Volker Uerlings
Letzte Aktualisierung:
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Im Jülicher St. Elisabeth-Krankenhaus wurden keine neuen Fälle der „rätselhaften“ Lungenentzündungen mehr verzeichnet. Foto: -vpu-

Jülich. Die gute Nachricht: Es hat in den letzten Tagen keine neuen Fälle der „rätselhaften“ Lungenentzündungen gegeben, die im Jülicher St. Elisabeth-Krankenhaus behandelt werden mussten.

Rätselhaft allerdings bleibt diese Infektionskrankheit, denn der Erreger konnte immer noch nicht bestimmt werden. Das sind die neuesten Informationen aus dem Kreisgesundheitsamt Düren, wo die Fäden beim Amtsleiter Dr. Norbert Schnitzler zusammenlaufen.

„Es hat zwar seit Freitag zwei Neueinweisungen mit der Diagnose Pneumonie im Jülicher Krankenhaus gegeben. Sie passen aber nichts ins Schema – es gibt kein hohes Fieber“, sagte Schnitzler im Gespräch mit der Redaktion am Dienstag. Und ein Schema hat sich bei den über 40 Fällen, die von Mitte August bis Anfang September in das Hospital der Herzogstadt eingeliefert worden sind, herauskristallisiert.

Zum einen stammten die Patienten laut Kreisgesundheitsamt weit überwiegend aus dem Ostteil der Stadt Jülich, was auch einige südliche Ortsteile einschließt, und dem Stadtteil Stetternich. Zum anderen zeigt sich laut Dr. Norbert Schnitzler folgende Symptomatik: Die Patienten leiden unter hohem Fieber (bis zu über 40 Grad), fühlen sich sehr schlapp, sind „auf dem Röntgenbild positiv“ (zeigen also sichtbare Veränderungen im Lungenbereich), und alle sprechen auf eine „bestimmte Antibiotika-Therapie an“.

Der Leiter des Kreisgesundheitsamtes weiß, dass die Öffentlichkeit das Thema mit großem Interesse verfolgt. Zehntausende haben am Wochenende auf den Internetseiten unserer Zeitung und im sozialen Netzwerk Facebook den Bericht gesehen und gelesen. Allerdings kocht auch die Gerüchteküche, so Dr. Schnitzler. „Die Laboratorien arbeiten mit Hochdruck. Wir haben aber noch keine Ursache finden können.“

Das Gesundheitsamt habe selbst großes Interesse an einer schnellen Klärung, sagt der Amtsleiter.

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