Kreis Düren - Wasserversorgung bei Klimaveränderungen gewährleistet

Wasserversorgung bei Klimaveränderungen gewährleistet

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Wie viel „Wasser“ vertragen der Rursee und das Talsperrensystem der Eifel? Wie sich der Klimawandel und höhere Niederschläge auf das Einzugsgebiet der Rur und damit auf den Hochwasserschutz und die Wasserversorgung auswirken, hat der WVER untersucht. Foto: Stephan Johnen

Kreis Düren. Wie wirkt sich der Klimawandel auf das Einzugsgebiet der Rur aus? Wird es zu verstärkten Hochwässern kommen? Werden wir unter Trockenheit zu leiden haben?

Diese Fragen untersuchte der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) im Rahmen des länderübergreifenden AMICE-Projektes im Einzugsgebiet der Maas mit Blick auf die Talsperren.

Der Verband betreibt in der Eifel sechs Talsperren. Sie dienen zum einen dem Hochwasserschutz, zum anderen sollen sie aber auch möglichst viel Rohwasser für die Trinkwassergewinnung sowie Brauchwasser für die Industriebetriebe entlang der Rur bereitstellen. Diese gegensätzlichen Interessen werden mit einem komplexen Betriebsplan für die Stauanlagen in Einklang gebracht.

Der Betriebsplan stützt sich auf Messdaten und Erfahrungen der letzten 100 Jahre. So kann ein Hochwasser, wie es statistisch einmal in hundert Jahren in der Eifel vorkommt, mit Abflüssen bis zu 300 Kubikmetern pro Sekunde auf 60 Kubikmeter im Unterlauf reduziert werden. In Trockenwetterphasen, wenn den Talsperren nur 600 Liter pro Sekunde zufließen, garantiert das System eine Mindestabgabe von fünf Kubikmetern pro Sekunde, um die Brauchwasserversorgung zu sichern. Gleichzeitig werden pro Jahr 28,5 Millionen Kubikmeter Rohwasser für die Trinkwasseraufbereitung entnommen.

Im Rahmen des Projekts wurden anhand unterschiedlicher Klimamodelle verschiedene Szenarien berechnet. Diese sind in den Details unterschiedlich, doch prognostizieren sie bis 2100 einen Anstieg der mittleren Jahrestemperatur um 2,2 bis 3,3 Grad. Die Niederschläge können bis zu 12,5 Prozent zunehmen. Es wurden zehn Szenarien betrachtet. Selbst bei größer Trockenheit wäre die Versorgung gewährleistet.

Die niederschlagsreichsten Szenarien würden eine höhere Abgabe aus den Talsperren als die jetzige Maximalabgabe erzwingen. Daraufhin wurden beispielhafte Anpassungen des Betriebsplans vorgenommen und ihre Wirkung analysiert. Als Ergebnis zeigte sich, dass das Talsperrensystem noch Spielraum besitzt, um die Folgen der Szenarien zum großen Teil wieder aufzufangen.

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