Wahres Wechselbad der Temperaturen

Von: kjl
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Kreis Düren. „Der Juli war wechselhaft, teilweise sogar aprillaunisch. Die langen Hochdruckwetterlagen fehlten ganz, dafür regnete es an 20 Tagen und wir erlebten ein Wechselbad der Temperaturen”, zieht Wetterfrosch Karl-Josef Linden Bilanz.

Ursache für das Schaukelwetter waren wiederholte Tiefdruckwetterlagen mit Westwinden. Subtropische Heißluft, heftige Gewitter und kühle Phasen brachten den Kreislauf oft zum Versagen. Die Atmosphäre brodelte so stark, dass am 22. Juli im Raum Jülich-Titz ein Mini-Tornado entstand, der eine 30 bis 40 Meter breite Schneise der Zerstörung hinterließ.

Bis zu 15 Sommertage

In den Sommerferien gab es trotz der Wechselhaftigkeit noch genügend Wärme fürs Freibad. Dies beweist die Zahl von 15 Sommertagen (über 25 Grad) im Dürener Stadtgebiet (Nörvenich und Vettweiß sogar 16). In den Hochlagen meldeten Vossenack und Schmidt noch sieben Sommertage.

Heiße Tage über 30 Grad gab es nur in den Niederungen und da vor allem in den Innenstädten oder in Südlagen (Drove vier und Hoven fünf Tage). Das 30-jährige Mittel für Sommertage (12) wurde meist übertroffen. Die heißesten Orte im Kreis Düren meldeten am 2. Juli folgende Extreme: Vettweiß und Hoven 33,2 Grad, Drove 33,0 Grad, Nörvenich 32,2 Grad, Vlatten 31,5 Grad, Langerwehe 31,3 Grad, Düren 31,0 Grad, Schmidt 29,6 Grad, Heimbach 29,3 Grad und Vossenack 28 Grad.

War der Juni noch drei Grad zu kalt, so konnte der Juli das Sommermittel deutlich verbessern. Mit einer Monatsmitteltemperatur von 16,5 Grad in Vossenack und 18,9 Grad in Düren wurde das langjährige Mittel um 0,7 Grad übertroffen.

Auch bezüglich der Sonnenstunden verlief der Juli deutlich besser als der Juni. Von den westlichen Höhenzügen des Nationalparks bis nach Jülich gab es aber riesige Unterschiede: Vossenack 122 Stunden, Langerwehe 204, Heimbach und Düren 227, Nörvenich 235 und Drove 255 Stunden. Überall ein Plus von 10 bis 20 Prozent. Ein Vergleich der Sonnenstunden von April und Mai (Düren 431 Stunden) mit den Sommermonaten (430 Stunden) zeigt anschaulich die Probleme (starke Bewölkung) dieses bisherigen Sommers.

In sehr negativer Erinnerung bleibt der häufige Regen. Trotzdem zeigten die Niederschlagsmengen - wie für häufige Schauer- und Gewitterlagen im Hochsommer gar nicht ungewöhnlich - enorme regionale Unterschiede im Kreis Düren.

Besonders die Unwetter vom 3. und 22. Juli waren auf enge Räume begrenzt. Nur wenige Stationen, wie zum Beispiel Heimbach (21 Liter) meldeten Werte über 20 Liter. Die Monatssummen lagen im Flachland meist 10 bis 20 Prozent über dem Mittelwert, auf den Höhen der Eifel waren es bis zu 65 Prozent.
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