Wahl in Inden: Reinhard Marx setzt auf Erfahrung

Von: Guido Jansen
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Bewirbt sich um das Indener Bürgermeisteramt: Reinhard Marx, der Fraktionsvorsitzende der Indener CDU. Foto: Guido Jansen

Inden. Reinhard Marx setzt auf die Karte Erfahrung. Die kann der CDU-Kandidat für die Bürgermeisterwahl am 13. September in Inden spielen wie keiner seiner vier Mitbewerber. Mit 18 Jahren ist der heutige Fraktionsvorsitzende der Indener CDU sachkundiger Bürger in seiner Heimatkommune geworden.

Seit 1979 gehört er – mit zwei Jahren Unterbrechung – dem Gemeinderat an. „Als ich damals angefangen habe, da waren die meisten Ratsherren über 50 Jahre alt, viele über 60“, sagt er. Und dann schiebt er mit einem Lächeln hinterher: „Heute bin ich sowas wie der Methusalem bei der CDU.“ Der 60-Jährige hat einen Wandel miterlebt, den er sehr begrüßt.

Heute besteht die Hälfte der Fraktion aus Frauen, zudem sei die Fraktion jünger als in seinen Anfangsjahren. Und sie alle haben sich festgelegt, dass Marx der Richtige für das Bürgermeisteramt ist. „Wir haben im Januar zusammengesessen und uns entschieden, einen eigenen Kandidaten aufzustellen. Als die Frage aufkam, wer es werden soll, haben alle auf mich geschaut“, berichtet Marx.

Er ist der einzige Polit-Profi, der sich auf die Nachfolge des scheidenden Bürgermeisters Ulrich Schuster bewirbt. Der gelernte Industriekaufmann ist seit 13 Jahren Referent der CDU-Kreistagsfraktion. Und das ist die nächste Trumpfkarte, die er spielen will. „Ich kann auf ein großes Netzwerk zurückgreifen, ich kenne die Entscheider bei den Nachbarkommunen, im Kreis Düren und bei der Bezirksregierung.“ Wer ein solches Netzwerk nicht habe, der habe einen schweren Stand als Bürgermeister.

Sein Hauptaugenmerk liegt im Wahlkampf aber nicht in anderen Kommunen oder im Kreis, sondern in Inden. „Wir haben hier fünf gewachsene Ortschaften, die alle ihre eigene Identität haben. Und die kenne ich“, sagt der Mann, der in Lamersdorf lebt, dort aufgewachsen und in vielen Vereinen aktiv ist. Und so betont der CDU-Mann auch, dass er ein Bürgermeister für alle sein will, auch und besonders auf politischer Ebene.

In der Ratsarbeit ist Marx bisher auch als kantiger Verfechter der Interessen seiner Fraktion bekannt. Damit soll nach der Wahl Schluss sein. „Ein Bürgermeister ist der verlängerte Arm des ganzen Rates und damit auch aller Parteien.“ Die Kantigkeit will er sich bewahren, wenn es dann darum geht, die Indener Interessen im Kreis zu vertreten. Und darüber hinaus.

Das ist beispielsweise notwendig, wenn es um das Thema Tagebaufolgelandschaft geht. „Die Indener haben viele Jahren Staub und Lärm hingenommen und so ihren Beitrag zur Energieversorgung geleistet. Jetzt haben wir das Recht, Heilung zu erfahren.“ Und das sei unabhängig von der politischen Großwetterlage. 2030 soll der Tagebau Inden ausgekohlt sein. RWE sieht er als festen Partner, um Inden für die Zeit nach dem Tagebau zu gestalten. Sollten sich die bundespolitischen Rahmenbedingungen ändern und der Tagebau endet früher, dann hat Marx eine klare Haltung: „Dann ist die große Politik mit in der Verantwortung, für Inden zu sorgen.“

Weitere Themen, die Marx im Wahlkampf besetzt, haben mit der Infrastruktur zu tun. Inden soll lebenswert sein in jedem Alter. Inden brauche weiterhin mehr Baugebiete. „Und wer mehr Baugebiete schafft, der braucht um so mehr Kinderbetreuung.“ Zudem will Marx sich dafür einsetzen, dass in Inden mehr Möglichkeiten für seniorengerechtes Wohnen entstehen. „So etwas schafft eine Gemeinde nicht alleine. Aber da müssen wir uns als guter Vermittler aufstellen.“ Und auch hier brauche ein Bürgermeister Erfahrung. Reinhard Marx ist verheiratet, hat zwei Kinder und ein Enkelkind.

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