Kreis Düren - Vorfrühling weicht wieder dem Winter

Vorfrühling weicht wieder dem Winter

Von: kjl
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Temperaturen über zehn Grad sind bis zu den Ferien nicht zu erwarten. Foto: dpa

Kreis Düren. „Der Winterausklang war trüb und überwiegend kalt“, bilanziert unser Wetterexperte Karl Josef Linden. Der Februar setzte die trübe, sonnenscheinarme Witterung des ganzen Winters fort. Meist kam noch nicht einmal die Hälfte der Sonnenstunden zusammen.

Mit nur 32 Sonnenstunden in Vossenack und 55 Sonnenstunden in Jülich (50 bis 75 Prozent des Mittelwertes) war es der dritte trübe Monat in Folge. Die Sonnenscheinsumme des Winters betrug in Düren 132 Stunden und in Jülich 125 Stunden, es ist der niedrigste Wert seit 1969. Laut Statistik aus Jülich gab es im Winter 1969/70 nur 119 Stunden (in Nörvenich sogar nur 95 Stunden).

Der Monat fiel jedoch nicht nur trüb aus, auch deutlicher kälter als das 30-jährige Mittel der Temperatur, die negative Abweichung beträgt zwei bis 2,5 Grad.

An den ersten Februartagen bestimmte noch eine milde Westströmung die Witterung. Anschließend jedoch entstand eine kräftige Hochdruckwetterlage über der Ostsee. Ostwinde brachten kältere Luft mit teils starken Schneefällen in die Eifel und Voreifel. Strenge Nachtfröste blieben aber die Ausnahme.

Kein Vergleich zu 2012

Das Niveau der Kältewelle im Februar 2012 wurde bei weitem nicht erreicht. Mit minus fünf bis minus neun Grad blieben die absoluten Minima gegenüber 2012 moderat. Die Anzahl der Frostnächte erreichte in Düren 18 (Mittelwert 14) und in Vossenack 25, damit wurde der Höhepunkt des Winters im Februar erreicht, auch bei den Heizkosten.

Sturmtiefs und Sturmböen der Stärke 8 waren selten zum Winterausklang und dennoch fiel recht fiel Schnee zwischen dem Dürener Bördenland und der Rureifel durch die Stausituation der Schneetiefs von Nordosten. Ab dem 3. Februar lag im Hohen Venn ununterbrochen eine Schneedecke, in Düren waren es acht Schneedeckentage mit maximal 15 Zentimetern (24. Februar).

Rund um Vossenack und Brandenberg lagen ab dem 5. Februar immer mehr als zehn Zentimeter Schneedecke bis zum Monatsende und am letzten Februarwochenende sogar bis 26 bis 34 Zentimeter. Für die Wintersportgebiete in den Hochlagen waren die Bedingungen von Weiberfastnacht (7.) bis zum Monatsende gut bis hervorragend. Erst jetzt Anfang März ist der Schnee auf den Bergen bei milden Temperaturen um 15 Grad abgetaut.

Dauerfrost

Die Niederschlagssummen des Monats wichen nur wenig von den langjährigen Mittelwerten ab. In der häufigen Nordostströmung hatten die Wetterstationen nur geringe Unterschiede aufzuweisen: Zülpich 32 Liter, Nörvenich 44 Liter, Düren 48 Liter, Hambach, Drove und Hoven 54 Liter, Heimbach 55 Liter, Jülich 59 Liter, Obermaubach und Brandenberg 65 Liter, Hergarten 68 Liter, Heimbach-Düttling 71 Liter, Vossenack 72 Liter und an der Schwammenauel 73 Liter pro Quadratmeter.

Nach kurzem Vorfrühling kommt der Winter am Sonntagmittag mit Schneefällen wieder in die Hocheifel, aber auch ins Flachland zurück. Seit dem gestrigen Montag herrscht Dauerfrost von Null bis minus vier Grad, und die Nachtfröste gehen im Laufe der Woche noch einmal auf minus vier bis minus sieben Grad zurück. „Lassen Sie also besser ihre Winterreifen aufgezogen, und auch für die Gartenarbeit ist es noch zu früh“, rät Linden. Temperaturen über zehn Grad seien bis zum Beginn der Osterferien nicht zu entdecken.

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