Kufferath/Kreis Düren - Vorfahrt missachtet: Drei Schwerverletzte bei Kufferath

Vorfahrt missachtet: Drei Schwerverletzte bei Kufferath

Von: Sarah Maria Berners
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Bei einem schweren Verkehrsunfall bei Kufferath sind am Dienstagmorgen drei Personen schwer verletzt worden. Eine Frau musste in das Aachener Klinikum gebracht werden. Foto: Sarah Maria Berners

Kufferath/Kreis Düren. Schon wieder hat es einen schweren Unfall gegeben. Am Dienstagmorgen sind auf der Kreuzung der Kreisstraße 27 mit der Kreisstraße 29 bei Kufferath drei Frauen schwer verletzt worden. Beim Linksabbiegen hatte eine 84 Jahre alte Autofahrerin aus der Gemeinde Hürtgenwald einen entgegenkommenden Pkw übersehen, die Wagen krachten ineinander.

Die Seniorin und ihre Begleiterin (85) wurden schwer verletzt. Die Fahrerin musste von der Feuerwehr aus dem Wagen befreit werden. Eigentlich hätte sie nach Angaben der Feuerwehr mit einem Helikopter ins Aachener Klinikum gebracht werden sollen. Dieser habe aufgrund der Wetterbedingungen jedoch nicht starten können. Auch die Fahrerin des anderen Wagens, eine 34-Jährige aus der Gemeinde Hürtgenwald, wurde schwer verletzt.

„Keine Zusammenhänge“

Vier tödliche Unfälle hat es in diesem Jahr im Kreis Düren bereits gegeben. Damit ist die Gesamtzahl des Vorjahres fast erreicht. Im Jahr 2014 kamen im Kreis fünf Personen bei Unfällen ums Leben, 2013 waren es elf. „Zwischen diesen Unfällen gibt es keine Zusammenhänge“, sagt Polizeisprecher Ralf Meurer. Es seien weder Häufungen an einem bestimmten Ort noch Häufungen bestimmter Unfallursachen zu erkennen.

Die tödlichen Unfälle ereigneten sich in Raffelsbrand (17. Februar), Krauthausen (24. Februar) und bei Titz (10. Januar und 2. März). Zwei Frauen und zwei Männer kamen ums Leben. Bei dem Unfall in Raffelsbrand waren Alkoholkonsum und hohe Geschwindigkeit im Spiel, bei Seelhausen waren Pferde auf der Fahrbahn die Ursache für den tödlichen Unfall. Bei einem Unfall in der Gemeinde Titz hatte der Fahrer eines abbiegenden Wagens die Vorfahrtsregelung missachtet. Außerdem kam auf der Landstraße 12 ein Mann ums Leben, als er beim Kehren der Straße von einem Lkw erfasst wurde.

Da sich bei den tödlichen Verkehrsunfällen keine Unfallschwerpunkte herauskristallisieren, könne die Polizei aus den schweren Unfällen auch keine unmittelbaren Konsequenzen ziehen, heißt es aus der Pressestelle. Dementsprechend könne die Behörde nur immer wieder an alle Verkehrsteilnehmer appellieren, sich vor- und umsichtig im Straßenverkehr zu bewegen. „Es lohnt sich, vorsichtiger und langsamer zu fahren“, betont Ralf Meurer. Die Schwere der Folgen eines Unfalles würde sehr oft von der gefahrenen Geschwindigkeit abhängen.

Ein Blick in die Verkehrsstatistik der Kreispolizeibehörde für dieses Jahr (bisher liegen nur die Januar-Zahlen vor) zeigt, dass es im Januar im Kreis Düren 634 Unfälle gegeben hat. Im Januar 2014 waren es 590. „Gleichzeitig ist die Zahl der Verletzten aber gesunken“, sagt Meurer. Während im Januar 2014 70 Personen bei Unfällen verletzt wurden, waren es in diesem Jahr 59.

Ein weiterer Unfall, bei dem eine Person bei Körrenzig aus einem Auto geborgen wurde, geht nicht in die Unfallstatistik ein, da ein Herzinfarkt Unfall- und später Todesursache war. In die Verkehrsunfallstatistik gehen Todesfälle dann ein, wenn die bei einem Unfall entstandenen Verletzungen binnen 30 Tagen zum Tod führen.

Die Kreisstraße 27 und die Kreisstraße 29 bei Kufferath waren am Dienstag von 9.10 Uhr bis 10.30 Uhr gesperrt. Die Feuerwehr war mit 30 Einsatzkräften am Unfallort.

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