Visitenkartenparty: Hinter den Kulissen wird fleißig gearbeitet

Von: Stephan Johnen
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Birgit Müller-Langohr, Astrid Rensinghof und Frank Reimann (von links) haben die Visitenkartenparty, die am 23. September stattfindet, vorbereitet. Auf dem Bild fehlt Anne Steinbeiß. Foto: Stephan Johnen

Kreis Düren. Läuft alles nach Plan, bekommt am 23. September kein Gast mit, was im Vorfeld alles abgestimmt und organisiert wurde. Die Wirtschaftsförderung des Kreises Düren lädt zur achten Visitenkartenparty ein, bei der Unternehmer in entspannter Atmosphäre im Technologiezentrum Jülich miteinander ins Gespräch kommen sollen.

Das Team, das hinter der von unserer Zeitung präsentierten Party steht, hat schon vor einem Jahr mit den Vorbereitungen begonnen. Vom Verschicken der Einladungen bis zum Erstellen des sogenannten Unternehmerverzeichnisses, das jeder Gast als Nachschlagewerk überreicht bekommt, gibt es im Vorfeld genug zu tun.

Ein wenig ist die Organisation eines solchen Events wie die tägliche Arbeit der Wirtschaftsförderung, berichten Birgit Müller-Langohr, Anne Steinbeiß, Astrid Rensinghof und Frank Reimann, die das Vorbereitungsteam bilden. Die Wirtschaftsförderung kümmert sich unter anderem um die Bestandspflege, vermittelt bei Anfragen von Unternehmen die entsprechenden Gesprächspartner, sie begleitet Unternehmen, die beispielsweise ihre Produktionsanlagen erweitern wollen und hilft Existenzgründern, aus einer Idee ein Geschäftsmodell zu entwickeln und womöglich Fördermittel zu erhalten.

Parallel dazu werden Unternehmen auf der Suche nach Fachkräften unterstützt, die Wirtschaftsförderung unterhält gute Kontakte zur Jobcom und kann Fortbildungsmaßnahmen mit sogenannten Bildungsschecks unterstützen.

„Ein Großteil der Arbeit findet dabei im Hintergrund statt“, sagt Birgit Müller-Langohr, die sich bei der Wirtschaftsförderung federführend um Existenzgründungen kümmert. Ihre Kollegin Anne Steinbeiß kümmert sich um den Immobilienbereich und betreut unter anderem das interkommunale Immobilienportal „The Locator“, bei dem Kommunen freie Gewerbeflächen und Immobilien einpflegen können.

Wer eine geeignete Gewerbefläche für eine Neuansiedlung, eine Betriebserweiterung oder eine Betriebsverlagerung sucht, erhält auf einen Blick umfassende Informationen. Frank Reimann ist bei der Wirtschaftsförderung für Förderprojekte zuständig. Er bearbeitet Anträge der Unternehmen und betreut die Vergabe der Bildungsschecks. „Jeder hat seinen Arbeitsschwerpunkt. Aber in einem Team übernimmt jeder auch die Aufgaben der Kollegen“, sagt Reimann. Das mache auch den Reiz dieser vielseitigen Arbeit in der Wirtschaftsförderung aus.

Vielseitig und abwechslungsreich soll auch die Visitenkartenparty sein. „Wir haben in der Vergangenheit bei jeder Veranstaltung etwas dazugelernt“, blickt Birgit Müller-Langohr zurück. Während die Organisatoren beispielsweise zur Premiere dieses aus den USA „importierten“ Formats noch Fachvorträge in das Programm eingebaut hatten, setzen sie nun auf eher kurzweilige und unterhaltsame Angebote wie „Speed-Datings“, bei denen erstmals per Zufall ausgeloste Unternehmer jeweils wenige Minuten miteinander sprechen können.

Die Idee hinter der Party: Unternehmer sollen sich kennenlernen, können gezielt nach Gesprächspartnern aus bestimmten Branchen, Erfahrungen austauschen und womöglich auch ihre Netzwerke ausbauen. Fester Bestandteil sind zwei jeweils 30 Minuten dauernde Blöcke, die die Unternehmer für Gespräche nutzen können, die im Vorfeld mit „Wunschpartnern“ gezielt abgestimmt werden können. Aber auch das Überraschungsmoment spielt eine Rolle.

Die Idee, eine Visitenkartenparty anzubieten, entstand, weil die Wirtschaftsförderung auch Unternehmern ein Forum anbieten wollte. „Für Existenzgründer gibt es viele Angebote“, erklärt Anne Steinbeiß. War die Resonanz anfänglich noch etwas zögerlich, lag die Teilnehmerzahl zuletzt immer weit über 200 Gästen. Etwa zehn Prozent der Gäste seien regelmäßig dabei, schätzt Birgit Müller-Langohr, größtenteils kämen aber immer wieder neue Unternehmer. Auch aus den Nachbarkreisen und dem benachbarten Ausland würden Unternehmer anreisen. Das Netzwerk wächst.

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