Kreis Düren - Vereinigte Industrieverbände fordern Reform des Arbeitsrechts

Vereinigte Industrieverbände fordern Reform des Arbeitsrechts

Von: ja
Letzte Aktualisierung:
sowka1_xx
Hans-Harald Sowka, Geschäftsführer der VIV.

Kreis Düren. Hans-Harald Sowka, Geschäftsführer der Vereinigten Industrieverbände (VIV), fordert dringend notwendige Reformen beim Arbeitsrecht. Dabei gehe es den Arbeitgebern nicht darum, den Kündigungsschutz zu schleifen, sondern um Vereinfachung und mehr Transparenz. „Wir wollen, dass Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite gewinnen.”

Sowka fordert, das Bestandsschutzrecht bei Kündigungen durch ein Abfindungsrecht zu ersetzen. Die Kündigung müsse in jedem Fall das Arbeitsverhältnis beenden. Bei rechtswidriger Kündigung solle eine Abfindung in Abhängigkeit vom Lebensalter gezahlt werden.

Hans-Harald Sowka stellt zudem fest, dass eine ordnungsgemäße Betriebsratsanhörung als Wirksamkeitsvoraussetzung für die Kündigung jeden Arbeitgeber überfordere. Zudem brauche der Arbeitnehmer keinen zweiten Kündigungsschutz.

„Wenn der Betriebsrat innerhalb der Anhörungsfrist keine weitergehenden Informationen wünscht oder sogar der Kündigung zustimmt, muss von einer ordnungsgemäßen Anhörung ausgegangen werden”, betont der VIV-Geschäftsführer, um in einem weiteren Schritt zu fordern, dass auch die Zustimmung des Integrationsamtes vor der Kündigung eines Schwerbehinderten entfallen müsse.

Dieses Verfahren sei überbürokratisiert und führe zu enormer zeitlicher Verzögerung. „Der mögliche doppelgleisige Rechtsweg vor dem Verwaltungs- und vor dem Arbeitsgericht türmt dem Arbeitgeber so hohe Hürden auf, dass er zukünftig bei der Einstellung Schwerbehinderter äußerst vorsichtig sein wird”, mutmaßt Sowka.

„Warum das Arbeitsgericht alleine nicht fähig sein soll, den besonderen Schutz dieser Menschen angemessen zu berücksichtigen, erschließt sich niemandem mehr.” Gleiches fordert er für den Sonderkündigungsschutz von Schwangeren und Eltern in Elternzeit. Auch hier könne dem besonderen Schutzbedürfnis vor dem Arbeitsgericht hinreichend Rechnung getragen werden.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert