Verein „VorBiLD“ will Kinder mit Potenzial individuell fördern

Von: fjs
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Individuelle Förderung für Kinder mit Potential: Der Verein VorBilD um Professor Dr. Dogan Kesdogan (mit Scheck) erhielt als Anerkennung seiner Arbeit einen Beitrag von 5000 Euro von der Jugend- und Kulturstiftung der Sparkasse. Foto: Fred Schröder

Kreis Düren. Mit einer Spende von 5000 Euro unterstützt die Jugend- und Kulturstiftung der Sparkasse Düren den Verein „VorBilD“. Dieser Verein unter seinem Vorsitzenden Professor Dr. Dogan Kesdogan, Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik IV an der Universität Regensburg, und initiiert vom früheren Schulamtsdirektor Josef Lemoine, hat sich ein großes Ziel gesetzt.

„Kleinschrittig Kinder mit Potenzial fördern, die von Hause aus ungünstige Startmöglichkeiten haben“, wie es Josef Lemoine formuliert. Dass dieses Programm, das derzeit an der Grundschule Birkesdorf angesiedelt ist, schon Fortschritte zeigt, verdeutlichten Mitglieder des Vereins um Grundschulrektor Norbert Lotter bei der Spendenübergabe durch den Stiftungskurator Landrat Wolfgang Spelthahn und den Stiftungsvorsitzenden Dr. Gregor Broschinski.

Nicht nach dem „Gießkannenprinzip“, sondern in Zusammenarbeit mit den Grundschulen vor Ort werden die Kinder mit Potenzial individuell ausgesucht. Mit konkreter Arbeit mit den Kindern will man ihnen die Erkenntnis vermitteln: „Ich kann was.“ Diese Erkenntnis, so der Wunsch der Vereinsmitglieder, sollte die Kinder auf ihrem gesamten schulischen Weg begleiten. Der individuelle Konzept- und Förderplan setzt ganzheitlich an und strebt zur Selbstständigkeit. Derzeit werden Schüler der dritten und vierten Klasse der Grundschule Birkesdorf gefördert. Nicht zuletzt wurde die GGS Birkesdorf ausgewählt, weil dort Kinder aus 19 Nationen beschult werden.

„Diese Art der Förderung passt genau zu unserem Grundsatz. Wir lassen kein Kind zurück“, sagte Landrat Spelthahn, der in dieser Maßnahme eine „enorm wichtige Arbeit für den Einzelnen und die Gesellschaft“ sieht. Insbesondere vor dem Hintergrund der großen Flüchtlingswelle sei die bestmögliche Bildung für die Kinder wertvoll, sagte der Landrat. Professor Dr. Dogan Kesdogan, der enge familiäre Beziehungen nach Birkesdorf unterhält, möchte die Arbeit von „VorBilD“ wissenschaftlich begleiten lassen. Inzwischen ist die Arbeit des Vereins in der Region bekannt geworden.

Doch dem Wunsch, diese Hilfen auch andernorts anzubieten, lässt sich zumindest vorerst nicht nachkommen. Das Know-how ist allerdings vorhanden und die beteiligten Pädagogen leisten diese Arbeit zusätzlich zu ihrer üblichen Tätigkeit und setzen dabei auch Gymnasiasten ein. Vorzugsweise solche, die auch aus sogenannten „bildungsfernen Bereichen“ kamen und ihren Weg gemacht haben.

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