Verdienstmedaille für Sozialwerks-Mitgründer Günter Herbert Sendler

Von: han
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Günter Herbert Sendler nahm im Dürener Kreishaus die Verdienstmedaille der Bundesrepublik Deutschland in Empfang. Landrat Wolfgang Spelthahn spendete ein besonderes Lob für Sendlers Ehefrau Elfriede. Foto: han

Kreis Düren. Für Günter Herbert Sendler war es, wie er gestand, ein „bewegender Moment im Leben“, als ihm im Kreishaus Landrat Wolfgang Spelthahn im Auftrag des Bundespräsidenten die Verdienstmedaille der Bundesrepublik überreichte.

Der ehemalige Landrat und SPD-Landtagsabgeordnete Manfred Lucas hatte die Initiative ergriffen, damit der heute 82-Jährige für seine Verdienst ausgezeichnet wurde. Vor sechs Jahren wurde der einstige Polizeibeamte schon einmal für sein soziales Engagement mit dem Ehrenpreis des Kreises Düren ausgezeichnet. Zudem erhielt er die Anstecknadel in Gold für seine 60-jährige Mitgliedschaft in der Gewerkschaft.

Seit seiner Jugend habe er Freude an ehrenamtlichen Tätigkeiten, ließ Günter Herbert Sendler in seinen Dankesworten an die Laudatoren wie Bürgermeister Paul Larue, Manfred Lucas, Oberkreisdirektor a.D. Josef Hüttemann und Gewerkschaftsvertreter wissen. Sein soziales Engagement fußte auf der Erkenntnis: „Man kann etwas bewegen, man muss es nur tun!“ Schmunzelnd reagierte er auf die vielen Lobesworte: „Ich wusste gar nicht, dass ich so gut bin“, sagte Sendler.

Landrat Wolfgang Spelthahn hatte zu Beginn der Feierstunde erläutert, dass die Verleihung der Verdienstmedaille ein „besonderes Ereignis“ sei. Die Zahl der „Auserwählten“ sei rückläufig, erst zum zweiten Mal in diesem Jahr würde eine Auszeichnung verliehen. Er rief dazu auf, dass die Mitbürger die Verdienste ihrer Mitbürger wahrnehmen und sie für Ehrungen vorschlagen sollten.

„Das Ehrenamt hält fit und rege“, fuhr er mit Blick auf Günter Herbert Sendler fort. Rund 70.000 registrierte Ehrenamtler gebe es im Kreis Düren, stellte der Landrat fest, um dann das verdienstvolle Wirken Sendlers neben seiner beruflichen Tätigkeit als Polizeihauptkommissar bei der Kreispolizeibehörde aufzuzeigen. Günter Herbert Sendler hatte dort eine Führungsfunktion bei der damaligen Leitung der Schutzpolizei.

Bis 1946 lebte Günter Herbert Sendler in Breslau, wuchs nach der Ausweisung in Edewecht in Niedersachsen auf, absolvierte eine Schlosserlehre, begann aber dann 1952 seine Ausbildung zum Polizeibeamten in Wuppertal, kam dann über Aachen nach Düren und war von Beginn an in der Gewerkschaft der Polizei aktiv.

Lange war er Vorsitzender des Personalrates bei der Landespolizeibehörde in Aachen, zählte Ende der 70er Jahre zu den Gründungsmitgliedern des Sozialwerkes der Polizei bei der GdP im Kreis Düren, mit dem Ziel, die Kollegen in schwierigen Lagen zu unterstützen. Er initiierte das Dürener Polizei- und Bürgerfest „Gute Freunde“, das bis heute Tradition hat.

Nach seiner Pensionierung engagierte er sich in der Seniorenvertretung sowie in der Betreuungsstelle für pensionierte Polizeibeamte. Auch heute noch gilt er, nachdem er in seinem Engagement aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten musste, als Ratgeber, dessen soziale Kompetenz und dessen Fachwissen geschätzt wird.

Ein besonderes Lob gab es vom Landrat für seine Ehefrau Elfriede. Ohne sie hätte es „das Team Sendler“ nicht gegeben.

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