Düren - Verbraucherzentrale leistet auch Soforthilfe bei Betrugsversuchen

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Verbraucherzentrale leistet auch Soforthilfe bei Betrugsversuchen

Von: Anne Welkener
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Hildegard Dapper (links) und Yvonne Fuchs von der Verbraucherzentrale. Foto: wel

Düren. Wenn Hildegard Dapper und Yvonne Fuchs von der Dürener Verbraucherzentrale das Jahr 2017 Revue passieren lassen, kommen einiges auf den Tisch: Digitalisierung, Datenschutz, Integration, Teilhabe. Aus dem ganzen Kreis wenden sich Verbraucher mit Fragen oder Sorgen an sie, aber – und das fällt auch auf – sie werden nicht Opfer von Betrugsversuchen oder üblen Machenschaften durch Täter aus der Region.

Häufiger sind Täter am Werk, die im ganzen Land aktiv sind. Erst am Donnerstag kam ein Mann in die Verbraucherzentrale und bat um Rat bei einer ominösen Zahlungsaufforderung. Eine Firma – augenscheinlich aus Hamburg – verlangte 760 Euro, weil angeblich mehrere Gewinn- und Zeitschriftenverlage Beiträge einforderten. Bei einer Zahlung innerhalb der nächsten drei Tage reduziere sich der Betrag jedoch auf 285 Euro. Falls nicht überwiesen werde, drohe die Beauftragung eines Gerichtsvollziehers und eine Zwangsvollstreckung sowie die Pfändung zukünftiger Rentenansprüche.

Das Schreiben enthielt auch direkt den Überweisungsträger – mit einem Konto in Rumänien. Das hier etwas nicht stimmen konnte, wusste der Kunde zwar, fühlte sich aber – besonders durch die begleitenden Anrufe, die zeitgleich zu dem Schreiben kamen – sehr unter Druck gesetzt.

Die Mitarbeiter der Verbraucherzentrale konnten ihn aber beruhigen. Der Absender war auch im Märkischen Kreis schon mit einem solchen versuchten Betrug aufgefallen. Um großflächiger vor dieser Masche zu warnen wurde am Donnerstag von Düren aus die Landesstelle der Verbraucherzentrale in Düsseldorf verständigt.

Undurchsichtige Rechnungen aber auch Beschwerden zu überteuerten Schlüsseldiensten gehörten 2017 zu den Themen, die in insgesamt 4253 Anfragen an die Verbraucherzentrale Düren herangetragen wurden. Ein wichtiger Schwerpunkt bei der Arbeit von Hildegard Dapper und Yvonne Fuchs ist aber auch die präventive Arbeit. Hier setzen sie auf die enge Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern in der Region.

Zu den vielen Informationsveranstaltungen zählten unter anderem ein Vortrag für Senioren in Jülich zum Thema „Fit im Internet“, eine Unterrichtseinheit mit einer neunten Klasse der St. Angela-Schule in Düren zu Vertragsgestaltung und Widerrufsrecht und eine Einheit zu „Rat und Recht“ für Flüchtlingshelfer in Linnich. Geplant ist auch ein Vortrag zusammen mit dem Frauenhaus, um den Bewohnerinnen Unterstützung zu bieten.

Diese Themenvielfalt könnte bald mit einem weiteren Aspekt ergänzt werden: Die neue EU-Datenschutzgrundverordnung war bisher jedoch noch nicht Teil der Beratungen.

 

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