Vandalismus trübt die Eröffnung des Skateparks

Von: Jörg Abels
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Mit Schwung über die Skatebahn. Die Jugendlichen haben sichtbar Spaß auf der neuen Anlage. Foto: Abels

Niederzier. Die Enttäuschung war Hermann Heuser (SPD) anzumerken. Noch bevor Niederziers Bürgermeister den neuen Skatepark im Weiherhof-Quartier an der K 2 gegenüber der „Neuen Mitte“ am Mittwochabend offiziell übergeben konnte, hatte jugendliche Zerstörungswut bereits zugeschlagen.

In der Nacht zuvor waren die Metalltüren des eingezäunten Geländes herausgerissen, zum Teil verbogen und Meter entfernt weggeworfen worden. Schaden: rund 2000 Euro. Nicht der erste Vandalismus-Fall: Während der Bauphase wurden bereits Fahrzeuge der beauftragten Firma beschädigt, von unzähligen anderen Fällen an Bushaltestellen und Werbetafeln im Gemeindegebiet in den vergangenen Wochen ganz zu schweigen.

Appell an die Jugendlichen

Daher kündigte Heuser bei der Übergabe der Anlage gegenüber den Jugendlichen nicht nur an, alles daran zu setzen, die Täter zu finden, sondern appellierte auch an die Jugendlichen, darauf zu achten, dass einzelne nicht zerstören, was von vielen gerne genutzt wird.

Rund 270.000 Euro hat die Gemeinde in den Skatepark investiert, wobei die neu errichtete Kanalisation auch für die Entwässerung des neuen Feuerwehrhauses, das in unmittelbarer Nähe gebaut wird, und des angrenzenden Fußballminispielfeldes genutzt werden soll. Herzstück der Skate-Anlage auf einer Fläche von 525 Quadratmetern ist eine sogenannte Miniramp, die mit einer Breite von zehn Metern nicht nur in der Region Seltenheitswert haben dürfte, wie Bauingenieur Ben Savelsberg betonte.

Verwendet aber wurden auch die bereits vorhandenen Betonelemente der alten Anlage, die dem Wohnquartier Weiherhof weichen musste. „Bei der Planung hat uns ein ehemaliger Profi-Skateboarder beraten“, betonte Heuser, damit die Anlage von den Jugendlichen auch gut genutzt wird.

Nicht ohne Erfolg. Seit Ostern bereits tummeln sich nachmittags und abends Dutzende Jugendliche nicht nur aus dem Gemeindegebiet vor allem mit Street-Scootern, aber auch mit Skateboards, Inline-Skates und BMX-Rädern auf der Anlage. Und wenn der kleine Park zwischen Schulstraße und Skatepark fertig ist, gibt es auch ausreichend Raum zum Chillen, versprach Heuser den Jugendlichen. Das Minispielfeld soll voraussichtlich Ende Juli fertiggestellt sein.

Um zu verhindern, dass Jugendliche aus dem Skatepark direkt auf oder über die vielbefahrene K2 Richtung Neue Mitte fahren oder rollen, kündigte der Bürgermeister noch den Bau einer erhöhten Leitplanke direkt vor dem Eingang zur neuen Anlage an.Angemerkt

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