Unterstützung von Profis für die Pflegenden

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Kreis Düren. Mut machen wollten sie. Und Mut gemacht haben sie - mit der Informationsveranstaltung zum Thema „Hilfe beim Helfen - Unterstützungangebote für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz” im Saal der Evangelischen Gemeinde zu Düren.

Mit dem Organisator des Forums, dem Vorsitzenden der Alzheimer-Gesellschaft Kreis Düren, Dr. Klaus Maria Perrar, standen die stellvertretende Leiterin des Kreis-Sozialamtes, Iris Pauli, und ihre Kolleginnen Beate Schuster und Cordula Lober den Zuhörern Rede und Antwort. Eine weitere Referentin war Änne Türke vom Demenz-Servicezentrum in Köln.

Die Zuhörer nahmen vom Forum eine Fülle von Wissenswertem mit. Die Menge und die Komplexität der Fakten, Daten und praktischen Handreichungen wirkte an jenem Abend bestechend. Erster in der Rehe der Menschen, die ihren Gästen Mut zum Leben an der Seiten von Angehörigen mit Demenz-Erkrankungen machte, war Klaus Maria Perrar als Organisator. Dass nicht nur die Patienten, sondern auch die Familienmitglieder Hilfe und Zuwendung brauchen, stellte er in eindrucksvollen Worten klar: „Wenn wir uns nicht um die Angehörigen kümmern, werden sie sehr, sehr krank.” Wo der Schuh drückt, benannte der Arzt ebenfalls klar: soziale Belastungen, Depressionen und Traurigkeit - das alles und noch mehr könnten für Pflegende die Folgen sein. Häufig sei auch eine „Trauer zu Lebzeiten”, ausgelöst durch den schrittweisen Abschied.

Dem gegenüber, so Perrar weiter, gelte es, „Pakete zu schnüren”, bei denen Angehörige ihren Beitrag zur Pflege leisten und doch Unterstützung von Profis erhalten. Dabei müsse gelten: „Die versorgende Pflege kann nur gut gehen, wenn es den Versorgenden gut geht.”

Änne Türke widmete sich der Frage: „Was können Angehörige zu ihrer Entlastung tun?” Ihr erster Rat: „Sie sollten sich mehr trauen, auch den Nachbarn von der Erkrankung zu erzählen.” Die Erfahrung lehre sie: „Ein SOS-Ruf kommt entweder spät oder gar nicht.” Der Kontakt zu Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen könne hier Abhilfe schaffen.

Iris Pauli und ihre Kolleginnen stellten die Angebote des Kreises vor. Das Bekenntnis der stellvertretenden Amtsleiterin wirkte auf die Zuhörer einladend: „Wir sind kein klassisches Verwaltungsressort”, erläuterte Pauli mit Blick auf die Arbeit der Pflegeberatungsstelle, „wir wollen für Sie Partner sein.” Nur eines sollten betroffene Bürger vorher berücksichtigen: „Vereinbaren Sie einen Termin.”
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