Unterschiede bei kommunalen Steuern wachsen

Von: Jörg Abels
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Kreis Düren. Das Leben in der Stadt ist teurer. Diese Weisheit ist nicht neu. Aber sie wird durch eine aktuelle Zusammenstellung der Grund- und Gewerbesteuerhebesätze aller Kommunen Deutschlands durch das Statistische Landesamt einmal mehr bestätigt.

Beispiel Grundsteuer B: Die Abgabe für den privaten Grundbesitz, die über die Nebenkosten auch auf Mieter umgelegt wird, schwankte im vergangenen Jahr NRW-weit zwischen 240 (Schloss Holte Stukenbrock) und 530 Prozent (u.a. Gelsenkirchen). Mit 470 Prozent rangierte Düren schon 2009 landesweit im oberen Drittel, würde sich mit der nun von der Verwaltung vorgeschlagenen Erhöhung auf 590 Prozent aber auch bundesweit an die Spitze der 12000 Kommunen setzen. Wie die Statistiker mitteilen, baten zwischen Flensburg und Oberstdorf 2009 nur acht Kommunen ihre Bürger stärker zur Kasse.

In den übrigen 14 Kreiskommunen ist die Spannbreite übersichtlich. Nachdem die Gemeinde Niederzier gerade erst alle kommunalen Steuern um 20 Prozentpunkte angehoben hat, schwanken die Sätze zwischen 380 (Niederzier, Merzenich) und 420 Prozent (Jülich, Titz, Kreuzau). Sie dürften damit die Entscheidung für einen Hausbau kaum beeinflussen.

Beispiel Gewerbesteuer: Auch hier hat Düren mit 450 Prozentpunkten deutlich die Nase vorn (Jülich: 430). Verständlich, dass Kämmerer Harald Sievers an diesem Punkt der Politik keine Erhöhung für 2010 vorgeschlagen hat, steht die Stadt Düren doch bei der Ansiedlung neuer Unternehmen im Wettbewerb mit zum Teil weitaus günstigeren Kommunen, beispielsweise entlang der B56 (Vettweiß: 390, Kreuzau: 426, Niederzier: 418). Insgesamt lässt sich jedoch feststellen, dass die Gewerbesteuersätze im Bundesvergleich in NRW zu den höchsten zählen. Während kreisweit nur zwei Kommunen (Niederzier und Vettweiß) unter der 400er Marke bleiben, sind es bundesweit 88 Prozent. Die niedrigsten Gewerbesteuern müssen Firmen in NRW in Straelen (310) zahlen, die höchsten in Gelsenkirchen (490 Prozent).

Beispiel Grundsteuer A: Unspektakulär sind im Kreis Düren die Unterschiede bei den Abgaben für land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen. Sie variierten 2009 zwischen 210 (Vettweiß) und 269 Prozent (Hürtgenwald), bewegten sich im NRW-Mittelfeld.
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