Ungewöhnlich guter Auftakt mit viel Sonne

Von: kjl
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„Gulliver” und „Harry” bescheren uns einen schönen Start in den Frühling. Doch unser Wetter-Experte rät: Die warmen Jacken sollten draußen bleiben. Foto: dpa

Kreis Düren. Der Frühlingsauftakt hat uns in diesem Jahr mit viel Sonnenschein und ohne Winterwetter regelrecht verwöhnt. Vor allem in der zweiten Monatshälfte strahlte die Sonne dank der beiden Hochs „Gulliver” und „Harry” unentwegt.

Für diese Jahreszeit ist das auch im Dürener Land und in der Rureifel sehr ungewöhnlich. Statt Schneefällen herrschte im Hohen Venn wegen der anhaltenden Trockenheit bereits Waldbrandgefahr und die Straßencafés waren bei Temperaturen über 20 Grad in Düren und Jülich so gut belegt wie sonst erst im Mai oder Juni. Im Rheinland war es der trockenste März seit 60 Jahren. Auch in unserer Region war der März 2011 nur örtlich noch trockener.

Die Monatsmitteltemperatur von 8,4 Grad in Düren und 7,1 Grad in Vossenack waren die höchsten seit 1957, 1989 und 1991. In den letzten 150 Jahren gehörte der März 2012 zu den zehn wärmsten Monaten - und das nach einem so kalten Februar. Die Abweichung vom Klimamittel 1981 bis 2010 betrug in allen Höhenlagen 2,5 bis drei Grad. Mit vier Tagen über 20 Grad glänzte die fast zweiwöchige Schönwetterperiode in der zweiten Monatshälfte. Am wärmsten Tag, eindeutig der 16. März, setzte in den Niederungen die Blüte der Forsythien ein und die ersten Rasenmäher liefen.

Hier einige der für den März seltenen Extremwerte der Temperaturen: 23 bis 25 Grad herrschten im Südkreis zwischen Kreuzau und Vettweiß, 21 bis 22 Grad in Heimbach, Zülpich, Brandenberg, Düren und Jülich sowie 20 Grad in Gevenich und Vossenack. Für die Landwirte war die Trockenheit der große Nachteil dieses ersten Frühlingsmonats, genau wie im Vorjahr. Nach den geringen Regensummen im Februar war die Bestellung der Felder in den Niederungen zwar einfach, aber die Saat brauchte dringend Wasser. Seit Beginn der Aufzeichnungen in Düren (1931) waren die Märzmonate der Jahre 1936, 1950 und 1993 in allen Höhenlagen am trockensten (1993 zwei Millimeter in Düren).

Im Jahr 2012 erreichten die Regenmengen folgende Summen (in Liter pro Quadratmeter): fünf Liter in Vettweiß, sieben in Vlatten, acht in Hergarten, neun in Drove und Düren, zehn in Heimbach, zwölf in Hambach, 14 in Jülich und Brandenberg sowie 16 in Gevenich bei Linnich und in Vossenack.

Eine Verschnaufpause

Trotz einiger Nebeltage und nur 20 Sonnenstunden in den ersten 13 Tagen war es noch einer der sonnenreichsten Märzmonate seit 1959. Nicht nur die Besitzer von Solarkollektoren freuten sich über folgende Summen: 126 Stunden bei Heimbach, 127 in Linnich, 136 in Vossenack, 151 in Jülich, 159 in Drove und 160 in Düren. Nur schwache Fröste bis minus fünf Grad und keine Sturmtiefs waren für die Versicherung eine gute Verschnaufpause, um die Frostschäden des Februars aufzuarbeiten.

Leider ist nach dem Osterwetter mit Schneefällen in den Eifelhochlagen bis zum 20. April keine Wetterbesserung in Sicht. Die warmen Jacken sollten draußen bleiben, die Heizungen bleiben an und das Thema „Schnee und Frost” ist noch nicht abgehandelt.
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